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        <title><![CDATA[Bistum Magdeburg]]></title>
        <description><![CDATA[Mitteilungen der Pressestelle des Bistums Magdeburg]]></description>
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            <title><![CDATA[„Alles in Christus vereinen“]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Leo Nowak wurde am 17. März 1929 in Magdeburg geboren. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und besuchte von 1948 bis 1950 eine Fachschule für Industrie und Handel. Nach der Ausbildung verließ er jedoch den kaufmännischen Berufsweg. Denn schon als Jugendlicher hatte er sich intensiv mit der Frage nach Gott auseinandergesetzt. Um dieser Frage noch tiefer auf den Grund zu gehen, entschloss er sich, in Paderborn und Erfurt Theologie zu studieren.</p><p>Nach seiner Priesterweihe durch Weihbischof Friedrich Maria Rintelen am 10. Mai 1956 war er sechzehn Jahre lang als Vikar, Kuratus oder Pfarrvikar in verschiedenen Gemeinden der Magdeburger Kirche tätig, zum Teil mit regionalen Zusatzaufgaben. Orte seines Wirkens waren Seehausen, Großkorbetha, Lützen, Merseburg, Ziesar und Stendal. Es folgten drei Jahre als Referent für die Erwachsenenseelsorge und fünfzehn Jahre als Leiter des Magdeburger Seelsorgeamtes.</p><p>1990 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof und Apostolischen Administrator in Magdeburg. Seine Bischofsweihe fand am 24. März 1990 in Magdeburg statt. Der Hauptkon-sekrator war sein Vorgänger Bischof Johannes Braun. Als schließlich am 8. Juli 1994 aus dem Bischöflichen Amt Magdeburg ein eigenständiges Bistum wurde, wurde Leo Nowak von Papst Johannes Paul II. zu dessen erstem Bischof ernannt und am 9. Oktober 1994 in dieses Amt eingeführt.</p><p>Diesen seinen Dienst trat er in einer Zeit großer gesellschaftspolitischer Veränderungen an. Es galt, das Verhältnis der Kirche zur Gesellschaft ganz neu zu bestimmen. Viele Christen übernahmen politische Verantwortung auf kommunaler und auf Landesebene. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mussten aufgebaut werden. Neue seelsorgerliche Aufgaben suchten nach Lösungen, Verbände wurden ins Leben gerufen. Bereits im Jahr 1991 gab es 22 Sozial-stationen in katholischer Trägerschaft. Auf Wunsch vieler Eltern hat Bischof Leo Nowak im gleichen Jahr drei katholische Gymnasien errichtet, später kamen vier Grundschulen hinzu und dann auch noch eine Sekundarschule.</p><p>Solchen Herausforderungen stellte sich Leo Nowak mit gläubiger Zuversicht und mit dem ihm eigenen weiten geistigen Horizont. Dafür steht auch sein bischöflicher Wahlspruch „Alles in Christus vereinen“, in dem er seinen Auftrag als Bischof erkannte: „Zu sammeln und nicht zu zerstreuen, Leben zu wecken und nicht zu zerstören. Alle in Christus zu vereinen. Wohlgemerkt alle, Christen und Nichtchristen, Evangelische und Katholische, Glaubende und Nichtglaubende, ihnen allen wollte ich verkünden, dass es einzig und allein darauf ankommt, in der Liebe zu wachsen, die uns in Jesus Christus so wunderbar geschenkt ist“ (Fastenhirtenbrief 2004).</p><p>Nach der friedlichen Revolution und der gesellschaftspolitischen Wende von 1989 und 1990 war es deshalb sein Anliegen und seine Sorge, sich auch für eine „innere und geistige Wende“ einzusetzen. Sie erschien ihm als eine notwendige Voraussetzung für eine neue Gesellschaft. Darin sah er auch die Aufgabe der Kirche, mag ihre äußere Gestalt auch noch so klein und armselig erscheinen. Immer wieder hat er darauf hingewiesen, dass die Situation einer extremen Minderheit nicht nur eine besondere Herausforderung darstellt, sondern dass sie auch ihre ganz eigenen Chancen in sich birgt. „Ich habe die Vorstellung“ – so schrieb er einmal – „dass wir unsere Situation nicht nur andauernd beklagen und uns auf diese Weise ständig selbst blockieren und frustrieren, sondern diese Armut als eine Art Arm-Seligkeit verstehen und begreifen lernen, weil diese Armut dem Geist des Evangeliums entspricht.“</p><p>Diese Überzeugung hat dann im „Pastoralen Zukunftsgespräch“ von 2000 bis 2004 Gestalt angenommen und zu wichtigen Impulsen geführt. „Um Gottes und der Menschen willen – den Aufbruch wagen“: in diesem Motto leuchtet auf, worum es Leo Nowak immer wieder ging: den christlichen Glauben im Hier und Heute zu leben und verständlich zu machen, Christen wie Nichtchristen den Sinn des Lebens zu erschließen und so eine missionarische Kirche zu sein. Denn „nur durch Gott“ – so Leo Nowak – „kann der Mensch letztlich von der Angst befreit werden, vom Tod und der Knechtschaft der Sünde mit ihren vielen Gesichtern. Nur Gott schenkt dem Menschen ewiges Leben, das ihm nicht mehr genommen werden kann.“ Zu dieser Sicht des christlichen Glaubens hat er immer wieder eingeladen. Bezeichnend dafür sind auch die Titel seiner Publikationen: „Begegnung und Dialog“, „Gib die Hoffnung nicht auf“, „Un-glaublich“, „Un-möglich“ und „Un-verzagt“, letzteres mit dem Untertitel „Ermutigungen nicht nur für Christen“.</p><p>In alldem verdankt das Bistum Magdeburg seinem ersten Bischof Leo Nowak wesentliche Impulse und Weichenstellungen. Dazu gehörte auch die Gründung der „Partnerschaftsaktion Ost“ 1992, einem diözesanen Hilfswerk zur Unterstützung von Menschen in Ost- und Südost-europa, und die Gründung der Stiftung „Netzwerk Leben“, die sich – als Reaktion auf den Ausstieg der katholischen Kirche aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung 1999 – ganzheitlich darum müht, „dem Leben auf die Beine zu helfen“. Beide Initiativen werden auch von nichtchristlichen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vielfältig unterstützt. Seinem Engagement ist auch die Errichtung des Instituts für katholische Theologie und ihre Didaktik an der Martin-Luther-Universität Halle 2003 zu verdanken.</p><p>In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen hat er der Kirche als Mann des Ausgleichs und des Dialogs, beherzter Seelsorger und eifriger Hirte mit missionarischem Profil ein zutiefst hoffnungsvolles und liebenswürdiges Gesicht gegeben. Immer war ihm bewusst, auf wen er seine Hoffnung setzt: auf Jesus Christus, den Weg, die Wahrheit und das Leben. Im Vertrauen auf ihn hat er das Bischofsamt übernommen, im Vertrauen auf ihn stellte er sich den immer neuen Herausforderungen, die auf ihn zukamen, mit der nötigen Gelassenheit, einem schöpferischen Mut und einer unbändigen Zuversicht. Zeit seines Lebens verstand er sich als Wegbereiter und nicht als Nachlassverwalter. So war er auch noch mit 62 Jahren bereit, für fünf Jahre den Vorsitz der Jugendkommission der gesamtdeutschen Bischofskonferenz wahrzunehmen.</p><p>Auch nach seiner Emeritierung am 17. März 2004 hat er weiterhin engagiert am gesellschaftlichen und kirchlichen Leben teilgenommen. Soweit es seine Kräfte zuließen, hat er bis zuletzt – wenn erwünscht – geholfen und sich eingebracht. An seinem 97. Geburtstag hat er sogar noch selbst der Eucharistiefeier vorgestanden und dabei – wie zudem bei einem Gottesdienst am Ostersonntag – auf lebendige und sehr ansprechende Weise gepredigt. Nicht mehr möglich ist ihm aber nun, am 10. Mai 2026 den 70. Jahrestag seiner Priesterweihe feiern zu können.</p><p>Als sein Nachfolger im Bischofsamt schaue ich mit großer Dankbarkeit auf sein segensreiches Wirken, seine mitbrüderliche Begleitung meines Dienstes und seine herzliche Verbundenheit zurück. Möge der, auf den er zeitlebens seine Hoffnung gesetzt hat, ihm nun alles, was er bewirkt hat, in reichem Maße vergelten. Möge er die Fülle des Lebens erfahren, die er so vielen Menschen unermüdlich bezeugt hat.</p><p>Magdeburg, den 13. April 2026</p><p>für das Bistum Magdeburg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;für das Kathedralkapitel&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;für die Angehörigen<br>Bischof Dr. Gerhard Feige&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dompropst Daniel Rudloff&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Familie Nowak</p><p>Die Kapitelvesper für den Verstorben beten wir am Freitag, dem 24. April 2026, um 18:00 Uhr in der Kathedralkirche St. Sebastian, Magdeburg.<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Das <strong>Requiem </strong>feiern wir am Samstag, dem 25. April 2026, um 10:30 Uhr in der Kathedralkirche St. Sebastian, Magdeburg. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Kapitelsfriedhof.</p><p>Persönlich Abschiednehmen am Sarg von Bischof Leo ist am 24. April 2026 von 16:00 bis 22:00 Uhr in St. Sebastian möglich.</p><p><strong>Weiterführende Links:</strong></p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/portraet-bischof-em-leo-nowak">Porträt von Bischof em. Leo Nowak</a></p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/bischof-em-leo-nowak-verstorben">https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/bischof-em-leo-nowak-verstorben</a>&nbsp;</p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/nachruf-auf-bischof-leo</link>
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            <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 16:21:04 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[DOMRADIO.DE und Renovabis starten gemeinsamen Podcast]]></title>
            <description><![CDATA[<p>In jeder seiner sechs Folgen richtet der Podcast den ‚Ostblick‘ auf eines der Länder Osteuropas. Zum Auftakt stehen junge Studierende aus der Ukraine im Mittelpunkt. Neben ihrem Studium engagieren sie sich freiwillig und kochen Essen für ihre Mitmenschen und für die Soldaten, die ihr Land gegen den russischen Angriff verteidigen. Im Gespräch mit Podcast-Host Elena Hong berichten sie von ihrem Studienalltag im Krieg, von Ängsten, Hoffnung und der Frage, warum sie sich trotz aller Unsicherheiten bewusst für dieses Engagement entschieden haben. Ergänzt wird die Folge durch Renovabis-Referentin Katharina Ebel, die selbst bei vielen Besuchen in der Ukraine erlebt hat, welche wichtige Unterstützung kirchliche Hilfswerke für die Zivilgesellschaft leisten können.</p><p>In den weiteren Episoden führt Ostblick unter anderem nach Armenien, wo Geflüchtete aus Bergkarabach bei kreativen Angeboten wie Mal- und Tanzkursen neue Heimat finden. Er stellt junge Menschen aus dem Kosovo vor, die schon in der Schule lernen, Herkunft und Religion nicht trennend, sondern respektvoll zu denken. Und er führt in die Republik Moldau, wo engagierte Altenpflegerinnen und -pfleger für die Ältesten und Verletzlichsten da sind.</p><p>„Unser Ziel ist es, ein vielschichtiges Bild Osteuropas zu zeichnen – dafür möchten wir nicht über die Menschen der Region sprechen, sondern mit ihnen“, erklärt DOMRADIO-Chefredakteur Renardo Schlegelmilch. Durch die Kooperation des Senders mit dem Hilfswerk wird dieser Ansatz Wirklichkeit, wie Matthias Dörr, Leiter der Abteilung für Kooperation und Kommunikation bei Renovabis, betont: „Durch die enge Vernetzung von Renovabis mit unseren Partnern im Osten Europas und das journalistische Gespür von DOMRADIO.DE entstehen Geschichten jenseits von Klischees und nah an den Menschen, die sich jeden Tag für ihre Region und ihre Mitmenschen einsetzen.“</p><p>Ostblick – der Podcast über Osteuropa erscheint ab dem 8. April wöchentlich auf DOMRADIO.DE und überall dort, wo es Podcasts gibt. Zusätzlich sind die Folgen samstags um 19 Uhr im Live-Programm des Domradio zu hören.</p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/domradiode-und-renovabis-starten-gemeinsamen-podcast</link>
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            <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 11:41:17 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[Qualifizierte Jugendgruppenleiter*innen ausgebildet]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Vom 27 März bis zum 02. April 2026 fand in Roßbach ein intensiver Juleica Gruppenleiter*innenkurs statt, der zehn engagierte Teilnehmer*innen aus dem gesamten&nbsp;<br>Bistum zu qualifizierten Jugendgruppenleiter*innen ausgebildet hat. Der Kurs, der im St. Michaelshaus in Roßbach stattfand, bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, wertvolle Fähigkeiten zu erlernen und sich auf ihre zukünftige Rolle als ehrenamtlich Teamende vorzubereiten.</p><p>Die Teilnehmer*innen wurden in verschiedenen Themenbereichen geschult, die für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unerlässlich sind. Dazu gehörten unter anderem psychologische und pädagogische Grundlagen, Methodenkompetenz, rechtliche Grundlagen, Einführung in die Sozialisation und eine konkrete Gestaltung von<br>einer Fereinfreizeitaktivitäten. Die Jugendbildungsreferentin Claudia Schulze mit dem FSJler Konrad Rhein und Teamerin Nathalie Wiedenhöft sorgten dafür, dass die Inhalte praxisnah vermittelt wurden. Durch theoretische Inputs mit vielen praktischen Methoden und Gruppenarbeiten konnten die Teilnehmer*innen ihr Wissen direkt anwenden und vertiefen.</p><p>Mit dem Zertifikat können sie nun ihre juleica beantragen und sich weiter ganz praktisch in&nbsp;ihren Pfarreien, bei der Feuerwehr oder bei den Pfadfinder*innen engagieren.</p>]]></description>
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            <pubDate>Mon, 13 Apr 2026 11:22:23 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[Sein Verständnis von Kirche: Hoffnung stärken]]></title>
            <description><![CDATA[<p><strong>von Karin Wollschläger (KNA)</strong></p><p>Er hielt sich bis ins hohe Alter fit - mit Spaziergängen und der Lektüre theologischer Fachzeitschriften wie der Herder Korrespondenz. Bischof em. Leo Nowak blieb beweglich und stand kirchlichen Reformen aufgeschlossen gegenüber. „Ich kann mir vorstellen, dass Frauen auch am Altar stehen und Priesterinnen werden können“, sagte er kurz vor seinem 95. Geburtstag. Und räumte ein, er habe seine Einstellung zu diesem Thema geändert.</p><p>Seit 1990 bis zu seinem Ruhestand 2004 leitete er das Bistum Magdeburg. Am Sonntag, dem 12. April 2026, ist der volksnahe und humorvolle Seelsorger im Alter von 97 Jahren nach einer Operation verstorben.</p><p>„Die Gesellschaft verändert sich, und wir sind als Kirche Teil davon. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, sonst sind wir draußen und verlieren den Draht zu den Menschen“, konstatierte Bischof em. Leo 2024. Er verfolgte mit wachem Geist die aktuellen theologischen und gesellschaftspolitischen Debatten, suchte das Gespräch: „Am liebsten mit Menschen, die sagen, sie haben mit Kirche und Glauben nix am Hut.“</p><p><strong>Gesprächskreis mit Ärzten</strong></p><p>Bis vor Corona hatte er fast zehn Jahre lang einen Gesprächskreis mit über 20 Ärzten. „Einmal ging es um die Frage, ob man einem Sterbenden immer die Wahrheit sagen muss“, erzählte Nowak. „Einer sagte: 'Ja, müssen wir. Aber wir dürfen auch keinen Menschen ohne Hoffnung lassen. Nur: Wie geht das, wenn es keine medizinische Hoffnung mehr gibt?' Es trat eine lange Stille ein.“</p><p>Die Frage nach der Hoffnung, wie man sie stärken und weitergeben kann, war ein Herzensthema von Bischof Leo. „Ich erlebe es immer wieder, dass man darüber auch gut ins Gespräch mit Nichtgläubigen kommt. Meines Erachtens steckt Hoffnung oder die Sehnsucht nach Hoffnung in jedem Menschen. Und wenn wir den Hoffnungsfunken - gerade auch in unsicheren Zeiten - stärken können, dann haben wir als Kirche, haben wir als Christen den Menschen schon einen großen Dienst erwiesen.“</p><p><strong>14 Jahre Bischof in und von Magdeburg</strong></p><p>Nowak stand von 1990 bis 2004 an der Spitze des Magdeburger Kirchengebietes, das 1994 in Folge der deutschen Wiedervereinigung wieder zum Bistum erhoben wurde. Als ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof „in“ Magdeburg ernannte, war in der damals noch existierenden DDR der gesellschaftliche und politische Wandel in vollem Gange. Die Kirche stand vor der Herausforderung, ihren Standort neu zu bestimmen. Nowak schien dafür genau der richtige Mann.</p><p>Nach einem abenteuerlichen Beginn seines Theologiestudiums - er war wenige Jahre nach Kriegsende bei Nacht und Nebel mit falschem Pass über Berlin nach Paderborn gereist - empfing er 1956 in Magdeburg die Priesterweihe. In der Abschlussbeurteilung schrieb der Regens des Erfurter Priesterseminars: „Nowak ist begabt, fleißig, geistig interessiert, dazu von einer großen Ruhe und Überlegenheit. Seine humorvolle, sichere Art half über viele Schwierigkeiten hinweg. Er ist zugleich praktisch begabt, musikalisch, kann Singekreise leiten, sodass er verspricht, auf vielerlei Posten voll seinen Mann zu stehen.“</p><p><strong>Bischof mit Blick auf Nicht-Christen</strong></p><p>Während seiner Zeit als Bischof war es Bischof Leo stets wichtig, in seinem Bistum mit einem Katholikenanteil von drei Prozent auch die Nicht-Christen zu erreichen, etwa im Bereich der Werte-Erziehung. So gründete er in seiner Amtszeit drei Gymnasien und vier Grundschulen, deren Plätze auch bei Konfessionslosen sehr begehrt sind.</p><p>Als die katholische Kirche aus dem System der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung im Jahr 1999 ausstieg, trieb Nowak die Sorge um die werdenden Eltern um und er gründete die Stiftung netzwerk leben. Sie unterstützt bis heute in Notfällen mit schneller, unbürokratischer Hilfe, etwa durch Rechtsberatung oder finanzielle Beihilfen. Auch damit erreicht das Bistum viele Nicht-Christen.</p><p><strong>„Hoffnung, dass es gut sein wird“</strong></p><p>Eine weitere Initiative von ihm war die Wiederbesiedlung des mittelalterlichen Zisterzienserinnenklosters Helfta. Nowak mochte Lyrik, besonders von ostdeutschen Frauen wie Eva Strittmatter. In ihrem Gedicht „Ewigkeit“ heißt es: "Ich schreibe von der einfachen Sache: Geburt und Tod und der Zwischenzeit“. Bischof Nowaks Metier ging noch darüber hinaus: die Perspektive ins Jenseits offenhalten. Er tat es nachdenklich, ohne Aufdringlichkeit: „Ich lebe von der Hoffnung, aber nicht vom Wissen, wie es nach dem Tod sein wird. Ich lebe von der Hoffnung, dass es gut sein wird und dass es gut gehen wird.“</p><p><a href="https://youtu.be/TuJ4I-pmY_s?si=8hVV9necY3iKjjoK"><strong>Interview aus dem Jahr 2024</strong></a></p>]]></description>
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            <pubDate>Sun, 12 Apr 2026 11:14:47 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[Bischof em. Leo Nowak verstorben]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Heute, am Sonntag, dem 12. April 2026, ist Bischof em. Leo Nowak im Alter von 97 Jahren nach einer Operation in den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg verstorben. Er war von 1994 bis 2004 erster Bischof des 1994 neu gegründeten Bistums Magdeburg. Am 17. März 2026 hatte er noch seinen 97. Geburtstag mit einer Messe in der Kathedrale St. Sebastian zelebriert und selbst gepredigt.</p><p>In seiner Amtszeit gründete Bischof em. Leo die <a href="https://www.edith-stein-schulstiftung.de/schulen/geschichte/">Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg</a> mit acht Schulen, unter anderem dem Norbertusgymnasium Magdeburg. Auch die <a href="https://www.netzwerkleben.de/">Stiftung netzwerk leben</a>, die Familien unterstützt, hat Leo ins Leben gerufen sowie 1992 die „Partnerschaftsaktion Ost“, ein diözesanes Hilfswerk zur Unterstützung von Menschen in Ost- und Südosteuropa.</p><p><strong>Bischof seit 1990</strong></p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="c756244b-8500-4a7a-bb67-e94a1c077d0b" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="right">&nbsp;</drupal-media><p>Leo Nowak kam am 17. März 1929 in Magdeburg zur Welt und wurde dort 1956 zum Priester geweiht. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1990 zum Bischof "in" Magdeburg; das sogenannte Bischöfliche Amt Magdeburg gehörte damals zum Erzbistum Paderborn. Mit der Neu-Errichtung des Bistums Magdeburg 1994 wurde Nowak dann Bischof von Magdeburg. Von 1991 bis 1996 leitete er zudem die Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2004 war Nowak im Ruhestand.</p><p>Bischof Dr. Gerhard Feige: „Bischof Leo hat die ureigene Aufgabe der Kirche – Seelsorge, Gottvertrauen und Menschenfreundlichkeit – aus tiefstem Herzen authentisch gelebt. Er hatte immer ein offenes Ohr und interessierte sich für jede und jeden einzelnen Menschen, egal, ob Christ oder nicht. Wir werden ihn sehr vermissen.“ Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, würdigte Bischof em. Leo Nowak für seinen Einsatz für die Menschen. "Leo Nowak ist Zeit seines Lebens Seelsorger geblieben und war für die Menschen da - jene, die der Kirche nahestanden, und auch solche, die auf der Suche waren", schrieb Wilmer am Sonntag in einem Kondolenzschreiben.&nbsp;</p><p>Der Termin für das Requiem und die Beerdigung wird noch bekanntgegeben. Sobald der Nachruf erstellt ist, wird er per Email und auf dem Postweg versendet.&nbsp;</p><p>Wir wollen unseres verstorbenen Altbischofs im Gebet und bei der Eucharistiefeier gedenken.</p><p><strong>Weiterführende Links:</strong></p><p><a href="https://youtu.be/TuJ4I-pmY_s?si=8hVV9necY3iKjjoK">Interview aus dem Jahr 2024</a></p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/bischof-em-leo-ruft-bei-geburtstagsmesse-zu-gelebter-hoffnung-auf">https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/bischof-em-leo-ruft-bei-geburtstagsmesse-zu-gelebter-hoffnung-auf</a>&nbsp;</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/220-schulranzen-fuer-beduerftige-kinder/">https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/220-schulranzen-fuer-beduerftige-kinder/</a>&nbsp;</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/presse-archiv/archiv-2024/10000-euro-fuer-stiftung-netzwerk-leben">https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/presse-archiv/archiv-2024/10000-euro-fuer-stiftung-netzwerk-leben</a>&nbsp;</p>]]></description>
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            <pubDate>Sun, 12 Apr 2026 08:00:58 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[Angriff auf Menschenwürde, Freiheit und Solidarität]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Die Leitenden Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche in Sachsen-Anhalt sehen in dem am Samstag, dem 11. April 2026, beschlossenen Wahlprogramm des AfD-Landesverbandes für die Landtagswahl am 6. September 2026 einen Angriff auf die offene Gesellschaft und den sozialen Frieden im Land.&nbsp;</p><p>„Die Positionen der AfD in Sachsen-Anhalt sind mit dem christlichen Menschenbild nicht vereinbar. Als Christinnen und Christen glauben wir an die von Gott gegebene Gleichwertigkeit und die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen. Das Programm der AfD setzt hingegen auf Abwertung und Ausgrenzung“, betonen Bischof Dr. Gerhard Feige (Bistum Magdeburg), Kirchenpräsident Karsten Wolkenhauer (Evangelische Landeskirche Anhalts) und Landesbischof Friedrich Kramer (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland).</p><p>Das Wahlprogramm stehe zudem für eine Abkehr von bisher selbstverständlichen Freiheitsrechten in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen: „Menschenwürde, Freiheit und Solidarität finden in diesem Gesellschaftsentwurf keine Heimat. Der Freiheit der individuellen Lebensgestaltung steht ein Rückgriff auf traditionalistisch patriarchalische Rollenbilder gegenüber. Staatliche Denkvorgaben ersetzten die Wissenschaftsfreiheit. Religionsfreiheit wird nach politischer Zweckmäßigkeit bemessen. Eine völkisch-nationalistische Sicht verengt Kunst und Kultur. Statt Wandel mit Zuversicht zu gestalten wird Angst vor Veränderung geschürt. Statt auf ein solidarisches Miteinander wird auf Polarisierung und Ausgrenzung gesetzt. Der Rechtsstaat wird verächtlich gemacht, anstatt Vertrauen in Institutionen zu stärken“, so die drei Geistlichen.</p><p>„Ohne Zweifel sind die Probleme unserer Zeit umfangreich und vielschichtig. Über unterschiedliche Auffassungen zu sozialer Gerechtigkeit, Integration oder wirtschafts- und friedenspolitischen Fragen muss und darf in einer Demokratie gestritten werden. Die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen und die modernen Freiheitsrechte dürfen jedoch nicht negiert werden“, unterstreichen Friedrich Kramer, Gerhard Feige und Karsten Wolkenhauer.</p><p>In Sachsen-Anhalt leben rund 300.000 evangelische und katholische Christinnen und Christen, davon sind 235.000 evangelisch und 66.000 katholisch.</p>]]></description>
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            <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 17:15:33 GMT</pubDate>
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        <item>
            <title><![CDATA[Radio-Gottesdienst in Mühlberg]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Mühlberg ist ein kleines Städtchen am Ostufer der Elbe und liegt nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Sachsen, im äußersten Süden von Brandenburg. Mühlberg gehört zum Bistum Magdeburg.</p><p>Im Jahre 1228 wurde hier ein Zisterzienserinnenkloster gegründet. Das Kloster diente als Grablege für die verstorbenen Familienangehörigen der Ihleburger Herrschaftsfamilie und hatte auch den Zweck, unverheiratete Frauen zu versorgen und unterzubringen.</p><p>In Folge der Reformation wurde das Kloster 1559 aufgelöst. Die Klosterkirche, in schlichter zisterziensischer Backsteinkunst erbaut, ist bis heute größtenteils erhalten. Derzeit wird sie renoviert.</p><p><strong>Es wird gebaut in der Klosterkirche Mühlberg</strong></p><p>Die Bauform gibt dem Raum eine besondere Akustik, die nicht nur Zuhörenden, sondern auch Chören und Musikern ein besonderes musikalisches Erlebnis ermöglicht.</p><p>Seit dem Jahr 2000 leben dort Patres der Claretiner. Die Ordensgemeinschaft ist dem Ruf des Bischofs von Magdeburg nach Mühlberg gefolgt. Im ökumenischen Geist und gemeinsam mit den Menschen vor Ort füllen sie das Kloster mit neuem Leben. So soll der Ort, wie zu seinen Anfängen vor fast 800 Jahren, Raum für Gottesdienst, Begegnung und Stille geben.</p><p>Bischof Dr. Gerhard Feige zelebriert gemeinsam mit den Ordenspatres den Gottesdienst am 12. April 2026, 10 Uhr. Der Posaunenchor der ev. Kirchgemeinde Mühlberg und Andreas Könitz an der Orgel gestalten ihn musikalisch. Lektoren sind Beate Reuß und Heike Richter.</p><p><a href="https://www.mdr.de/religion/radio-gottesdienste-sachsen-anhalt-thueringen-april-zwanzigsechsundzwanzig-100.html">Katholischer Gottesdienst aus der Klosterkirche in Mühlberg</a></p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/radio-gottesdienst-im-kloster-muehlberg</link>
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            <pubDate>Fri, 10 Apr 2026 09:28:58 GMT</pubDate>
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        </item>
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            <title><![CDATA[Das Lebensende würdevoll begleiten lernen]]></title>
            <description><![CDATA[<p><strong>Haldensleben/Magdeburg.</strong><em> Wenn ein Mensch schwer erkrankt und das Sterben absehbar ist, verändert sich das Leben der ganzen Familie. Gerade in diesem Moment sind Nähe, Zeit und Mitgefühl besonders wichtig.</em></p><p>Genau hier engagiert sich der Malteser Hilfsdienst – und sucht Menschen, die anderen beistehen möchten. „Bleibst du bis zum Schluss?“ Für ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter im ambulanten Hospizdienst der Malteser lautet die Antwort dann: <strong>Ja</strong>.</p><p>Damit das so bleibt, werden in Magdeburg und im Landkreis Börde wieder Ehrenamtliche qualifiziert, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten möchten. Dabei geht es nicht um Pflege, sondern um Menschlichkeit: zuhören, Gespräche führen, vorlesen, einfach da sein. Nicht zu vergessen: „Auch am Lebensende darf gelacht werden“, sagt Antje Schmidt, Koordinatorin im Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentrum der Malteser in Magdeburg. „Lachen gibt Kraft und Mut, gerade in der letzten Zeit im Leben.“</p><p>Zur umfassenden Qualifizierung der Malteser gehören Aspekte, wie:<br>• die Bedürfnisse am Lebensende zu verstehen&nbsp;<br>• einfühlsam mit schwerkranken Menschen umgehen&nbsp;<br>• Angehörige und Zugehörige unterstützen&nbsp;<br>• mit eigenen Gefühlen gut umzugehen</p><p>Der Kurs dauert vom 2. Juni bis 21. November 2026. Einmal wöchentlich treffen sich die angehenden Bis-zum-Schluss-Bleiber in der Gruppe, um sich mit allen Fragen der Begleitung am Lebensende zu befassen. Vor dem Start gibt es für jeden ein persönliches Gespräch, in dem alle Fragen geklärt werden. Interessierte können sich dafür bei Koordinatorin Antje Schmidt telefonisch unter +49 (0) 391 607 83 91 oder per E-Mail an hospiz.magdeburg@malteser.de melden.</p><p><strong>Hintergrund</strong><br>Die Malteser sind eine katholische Hilfsorganisation, die sich seit vielen Jahrzehnten für Menschen in Not und schwierigen Lebenssituationen engagiert. Ihr Auftrag ist es, Nächstenliebe konkret werden zu lassen – unabhängig von Religion, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die ambulante Hospizarbeit – auch im Burgenlandkreis. Ziel der Arbeit ist es,<br>• Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten,&nbsp;<br>• Angehörige zu entlasten und zu unterstützen,&nbsp;<br>• Ängsten und Fragen Raum zu geben,&nbsp;<br>• und Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft spürbar zu machen.&nbsp;</p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/das-lebensende-wuerdevoll-begleiten-lernen</link>
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            <pubDate>Thu, 09 Apr 2026 07:46:39 GMT</pubDate>
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        </item>
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            <title><![CDATA[Frauenfest im Kloster Helfta am 13. Juni 2026 ]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Gibt es etwas Schöneres, als einen Sommertag auf dem großzügigen Gelände des Klosters Helfta zu verbringen – inmitten einer fröhlich pulsierenden Festgemeinschaft, in der das Herz weit werden darf und Freude, Vertrauen und Staunen Raum finden?&nbsp;</p><p>Unter dem Motto „Lass dich nicht verhärten!“ sind Frauen und Interessierte eingeladen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was es braucht, um inmitten verstörender Botschaften, schmerzlicher Ereignisse und ungestillter Hoffnungen lebendig zu bleiben. Die biblische Zusage „Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich beseitige das Herz von Stein (…) und gebe euch ein Herz von Fleisch.“ “ (Ez 36,26) bildet den spirituellen Leitgedanken des Tages.</p><p>Aktuell wichtiger denn je erscheint es den Veranstalterinnen, das Frauenfest im Kloster Helfta als eine Erfahrung des Lebendig- und Empfindsamseins in Gottes liebender Gegenwart zu feiern.</p><p><strong>Das Frauenfest im Überblick:</strong><br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;ab 9.30 Uhr: Ankommen<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;10.00 Uhr: Morgenlob und Impuls zum Veranstaltungsthema<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;11.15 – 12.30 Uhr: Angebotsrunde 1<br>u. a. Gespräch mit Bischof Gerhard Feige zur sozial-politischen Situation in Sachsen-Anhalt kurz vor der Landtagswahl<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;12.00 – 13.30 Uhr: Mittagsstärkung<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;13.15 – 14.30 Uhr: Angebotsrunde 2<br>u. a. Gespräch zum 25-jährigen Jubiläum des Projekts „Wer wird den Stein wegrollen“ der Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz<br>•&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;15.00 Uhr: Gottesdienst mit dem Bischof und dem Pop-Chor Yoshua aus Halle</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/spiritualitaet-seelsorge/frauenfest/2026">Werbematerial zum Download</a></p><p>Ab Mai gibt es einen Auszug aus dem Programmheft.</p><p><br><strong>Hintergrund</strong></p><p>Das Kloster Helfta gehört zu den zentralen Frauenorten in Sachsen-Anhalt. Im Spätmittelalter war es ein theologisch und gesellschaftlich relevanter Ort für Wissenschaft und Spiritualität. Hier haben mutige und kluge Frauen Geschichte geschrieben. Und daran knüpfen seit beinahe 30 Jahren Frauen aus Sachsen-Anhalt und darüber hinaus an. Sie treffen sich zu einem jährlichen Frauenfest der besonderen Art und schreiben so eine Geschichte fort, die der Gleichstellung von Frauen in der Kirche und der Gesellschaft gewidmet ist.</p><p>Bischof Dr. Gerhard Feige, Bettina Albrecht und Luzia Neubert vom Fachbereich Pastoral in Kirche und Gesellschaft freuen sich, gemeinsam mit den Frauen des kfd-Diözesanverbandes und den Zisterzienserinnen des Klosters Helfta, auf herzliche und fröhliche Begegnungen.</p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/save-date-frauenfest-im-kloster-helfta-am-13-juni-2026</link>
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            <pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:47:46 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Gute Nachrichten statt Resignation]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Bischof Dr. Gerhard Feige hat in seiner Predigt am Ostersonntag, dem 5. April 2026, der verbreiteten Hoffnungslosigkeit eine tiefe, begründete Zuversicht entgegengestellt. In der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg sprach er über die Beobachtung, dass Menschen negative Nachrichten stärker wahrnähmen als positive. Durch soziale Medien und sensationsorientierte Berichterstattung entstehe leicht der Eindruck, die Welt befinde sich ausschließlich in Krisen. Dies könne Mut und Engagement lähmen.&nbsp;</p><p>Der Bischof betonte, dass dieses Bild unvollständig sei: Es gebe viele gute Entwicklungen – steigende Lebenserwartung, bessere Gesundheitsversorgung, mehr Bildung, sinkende Kindersterblichkeit sowie Zugang zu sauberem Wasser und Energie. „Und dann gibt es ja auch noch viel Gutes im Kleinen, in unserem persönlichen Umfeld, in den Städten und Orten, an denen wir leben, oder im Rahmen unserer Kirchen. Menschen engagieren sich für- und miteinander und bewegen gemeinsam etwas zum Wohle vieler. Indem wir aber unerfreuliche Nachrichten stärker beachten als erfreuliche, fällt es uns schwer, darauf zu vertrauen, dass sich die Welt und unser Leben auch wohltuend verändern kann“, so der Bischof.</p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="a6977cb0-655f-416f-8c5c-7fe407a77870" data-align="right" data-view-mode="cke_media_resize_large">&nbsp;</drupal-media><p>Die Osterbotschaft versteht Bischof Feige als Gegenbewegung zu dieser negativen Wahrnehmung. Wie die Jünger zunächst unsicher vor dem leeren Grab stehen, falle es auch heute schwer, Hoffnung zu erkennen. Doch gerade in dieser Spannung entfalte Ostern seine Kraft: Es lade dazu ein, dem Leben zu vertrauen, selbst wenn Probleme blieben. Der Blick werde geweitet – nicht weg von der Realität, sondern hin zu einer Perspektive, die Hoffnung ermögliche.&nbsp;</p><p><strong>Das Gute sehen</strong></p><p>Der Bischof ruft dazu auf, bewusst die „kleinen Osterereignisse“ des Alltags wahrzunehmen: das Erwachen der Natur, Versöhnung nach Konflikten, helfende Hände in schwierigen Situationen, Sorge um Einsame und Kranke oder selbstloses Engagement für andere. Diese unscheinbaren Zeichen sind Ausdruck dafür, dass Leben wächst und Hoffnung konkret erfahrbar wird.&nbsp;</p><p>Ostern bedeute nicht, alles schönzureden oder zu verkitschen: „Das Fest der Auferstehung lädt uns aber dazu ein, aufmerksamer die Momente wahrzunehmen, die unseren Blick auf die positiven Seiten des Lebens wenden - in diesen Tagen und darüber hinaus.“ Dazu gehöre selbstverständlich auch „die unbändige Hoffnung auf die Erlösung und Vollendung eines jeden Menschen in Gottes Herrlichkeit“. Sie verleihe den Menschen die Kraft, sich allen Fehlschlägen zum Trotz nicht fallen zu lassen, sondern durchzuhalten und sich weiterhin für eine bessere Welt einzusetzen. „Anders ausgedrückt könnte man auch sagen: Wer ein Wohin und Wozu hat, verkraftet auch fast jedes Wie", erklärte Feige.</p><p><strong>Musikalische Bereicherung</strong></p><p>Der Gottesdienst wurde musikalisch bereichert durch den Kathedralchor St. Sebastian sowie Solisten und Instrumentalisten des Orchesters der Magdeburgischen Philharmonie. Auch Solisten des Magdeburger Opernchores sangen mit, unter der Leitung von Kantor Dr. Christoph Ilgner und Kathedralmusiker Matthias Mück, der auch die Orgel spielte.</p><p><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Ostersonntag%202026.docx.pdf">Die Predigt von Bischof Feige als PDF</a><br><a href="https://youtu.be/C6mWtfttxlg ">Die Predigt von Bischof Feige im Video</a><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Ostersonntag%202026_Englisch_KI_generiert.pdf">Sermon for Easter Sunday 2026 in English (KI generiert)</a></p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/osterpredigt-des-bischofs-2026</link>
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            <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 14:26:19 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Ein neuer Anfang]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Die Gemeinde ist vor der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg versammelt, rund um das Osterfeuer. Männer, Frauen und Kinder. Andere warten in der dunklen Kirche nebenan. Es ist Karsamstag, der 4. April 2026. Bischof Gerhard Feige schreitet mit Ministranten und anderen Geistlichen auf eine Feuerschale zu. Er hebt seine Hände und segnet das Feuer. Dann entzündet Diakon Wolfgang Gerlich daran die Osterkerze und hält die große Kerze, die das Licht der Auferstehung symbolisiert.&nbsp;</p><p>Begleitet von Weihrauchduft und dem rhythmischen Ruf „Lumen Christi“ (Licht Christi) zieht die Prozession in die dunkle Kathedrale ein. Jede Kerze wird nun an der Osterkerze entzündet. Die ersten Lesungen erfolgen im Dunkeln. Kaum zu entziffern sind die Texte im Liedheft, nur von einigen Kerzen erhellt. Dann endlich erklingt das Gloria, und die Kirche wird hell. Ein magischer Moment.</p><p><strong>Licht und Dunkelheit</strong></p><p>In seiner Predigt stellt Dompropst Daniel Rudloff die Dunkelheit als zentrale Lebenserfahrung in den Mittelpunkt und deutet sie im Licht der Auferstehung. Zu Beginn sei der Gottesdienst bewusst im Dunkeln begonnen worden – als Symbol für die Grenzerfahrung zwischen Tod und Leben, Angst und Hoffnung. Dunkelheit stehe für Situationen, in denen Menschen „im Dunkeln tappten“: bei Trauer, Sorgen, gesellschaftlicher Unsicherheit oder angesichts von Konflikten.&nbsp;</p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="e33515b4-9503-4101-9f73-1aee835b5d36" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="right">&nbsp;</drupal-media><p>Auch die Frauen in Jerusalem am Ostermorgen hätten diese Dunkelheit erlebt, als sie verunsichert zum Grab gingen. Erst die Botschaft der Auferstehung bringe Licht in ihre Situation: Aus der Dunkelheit des Todes werde das Zeugnis des Lebens.</p><p><strong>Sehnsucht nach Antworten</strong></p><p>Diese Erfahrung überträgt Dompropst Rudloff auf die Tauf- und Firmbewerberinnen und -bewerber. Ihr bisheriger Weg beschreibt er zwar nicht als vollständiges Tappen im Dunkeln, „aber sie waren eben doch auch Suchende. Offensichtlich hat in ihrem Leben etwas gefehlt. Und ich denke, dass sie dies gar nicht gleich hätten beschreiben können. Wir nennen das auch Sehnsucht. Da ist etwas in uns Menschen, dass nach Erfüllung sucht. Eine Leerstelle könnten wir sagen.“, so Rudloff.</p><p>Mit der Taufe werde diese Suche nicht beendet, sondern verwandelt. Christen erlebten weiterhin Zeiten der Dunkelheit, in denen Gott fern scheine. Doch diese Dunkelheit sei nicht mehr hoffnungslos, weil das Licht des Glaubens bereits entzündet sei – sichtbar in der Osterkerze und den Taufkerzen. Das bedeute: Die Sehnsucht bleibt, aber sie wird getragen von Hoffnung.</p><p>Die Predigt endet mit einer Einladung an alle: Wie die Frauen am Grab sollen die Gläubigen immer wieder aufbrechen und Gott im Alltag suchen. Gerade in einer von Unsicherheit geprägten Welt werde diese Suche zur Quelle der Hoffnung. Der Leitgedanke fasse alles zusammen: „Sucht den Herrn, er lässt sich finden!“ – auch mitten in der Dunkelheit.</p><p><strong>Taufe und Taufversprechen</strong></p><p>Damit beginnen die Taufen und Firmungen. In einer feierlichen Prozession schreiten alle Bewerberinnen und Bewerber zum Taufbecken. Die Taufpaten legen ihre Hände auf die Schultern der Täuflinge, Taufkleider werden angelegt, Taufkerzen entzündet – Symbole des Lichts, der Gemeinschaft und des Neubeginns. Mit Weihwasser und Chrisam-Öl werden sie gesegnet, auch die Gemeinde erneuert ihr Taufversprechen.</p><p>Die Osternachts-Feier erreicht ihren Abschluss im Abendmahl, der Eucharistie mit Gabenbereitung, Gebeten und Liedern. Der Moment, in dem das Danklied „Das Grab ist leer“ erklingt, spiegelt die zentrale Botschaft von Ostern wider: die Überwindung der Dunkelheit, die Auferstehung und das Leben.</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Osternacht%202026%20Predigt.pdf">Predigt von Dompropst Rudloff als PDF</a></p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/osternacht-2026</link>
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            <pubDate>Sat, 04 Apr 2026 07:18:24 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[In Stille vor dem Kreuz]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Die Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg ist bis auf den letzten Platz gefüllt, manch einer muss stehen. Viele internationale Gottesdienstbesucherinnen und -besucher sind gekommen. Und doch ist die Kirche komplett still an diesem Karfreitag, dem 3. April 2026. Kein Orgelton, kein Eingangslied. Die Gemeinde kniet. Vor dem Altar liegen Bischof Gerhard Feige und Diakon Wolfgang Gerlich auf der obersten Altarstufe. Ein Moment, der länger wirkt, als er dauert. Die Liturgie des Karfreitags beginnt mit einem Zeichen radikaler Demut.</p><p>Dann erheben sich alle, der Bischof bleibt am Platz und spricht das Eröffnungsgebet, die Kathedra – der Bischofsstuhl – bleibt bewusst leer. Es folgt die erste Lesung aus dem Buch Jesaja, der Gottesknecht – leidend, verwundet, getragen von fremder Schuld. Die Worte hallen durch den Raum, getragen von einer konzentrierten Stille. Der Antwortgesang „Vater, in deine Hände“ verbindet Chor und Gemeinde.</p><p><strong>Stille erfüllt die Kirche</strong></p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="3e021c6f-0379-41bf-b5e5-204a86a0e9cb" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="right">&nbsp;</drupal-media><p>Die Johannes-Passion erklingt. Am Punkt des Todes Jesu bricht sie ab. Alle knien. Kein Wort, kein Ton. Nur Stille. Eine Stille, die sich spürbar verdichtet.</p><p>In seiner Predigt betont Diakon Wolfgang Gerlich, dass die Anrede „Schwestern und Brüder“ am Karfreitag keine bloße Floskel ist, sondern ihren Ursprung in der gemeinsamen Erfahrung unter dem Kreuz hat. In der Stille des Gottesdienstes und im bewussten Hinzutreten zum Kreuz würden alle Unterschiede relativiert: &nbsp;„Wir dürfen kommen, wie wir sind, entblößt von allem, was wir uns selbst an seelischer Verkleidung und Maske zugelegt haben, aber auch mit unseren eigenen Nöten und Ängsten, &nbsp;bedrückt von erfahrenem und selbst verursachtem Leid.“</p><p>Gerade in dieser gemeinsamen Haltung – schweigend, offen und verletzlich – entstehe eine tiefe Form von Gemeinschaft. Sie gründe nicht auf menschlicher Leistung, sondern auf dem gemeinsamen Ausgerichtetsein auf Christus und auf der Erfahrung, dass alle als Bedürftige vor Gott stehen.&nbsp;</p><p><strong>Kreuz-Verehrung</strong></p><p>So ist dann auch die anschließende Kreuzverehrung als gemeinsame Erfahrung zu verstehen. Diakon Gerlich zieht mit drei Ministranten durch den Mittelgang in die Turmkapelle. Das verhüllte Kreuz wird in drei Stationen hereingetragen: unter die Empore, in das Mittelschiff und schließlich auf die Altarstufen. Bei jeder Station hebt der Diakon singend an: „ecce lignum crucis“ – „seht das Holz des Kreuzes“. Die Gemeinde antwortet.&nbsp;</p><p>Das Kreuz wird aufgerichtet, flankiert von zwei Leuchtern. Die Kreuz-Verehrung beginnt mit dem Bischof, Diakon Gerlich folgt. Zwei Ministranten legen ein rotes Tuch auf die untere Stufe. Dann tritt die Gemeinde nach vorne. Jeder Einzelne – eine Kniebeuge, eine Blume, ein kurzer Augenblick der persönlichen Begegnung.&nbsp;</p><p>Am Ende verlassen Bischof und Diakon schweigend die Kirche. Und wieder ist es unendlich still.</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Karfreitagspredigt%202026.pdf">Die Predigt von Diakon Gerlich als PDF</a></p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/karfreitags-liturgie-2026</link>
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            <pubDate>Fri, 03 Apr 2026 15:31:58 GMT</pubDate>
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        </item>
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            <title><![CDATA[Der Dienst am Menschen ist das Wesentliche]]></title>
            <description><![CDATA[<p>Während die Gottesdienstgemeinde ein Lied singt, beginnt eine leise Bewegung im Altarraum. Ministranten tragen Bänke herbei, ordnen sie in einem Halbkreis. 12 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde nehmen Platz. Bischof Gerhard Feige legt sein Messgewand ab, streift ein schlichtes Gewand - das Gremiale – über. Eine sichtbare Geste der Demut. Dann kniet er nieder. Einer nach dem anderen hält dem Bischof die Füße hin. Er wäscht sie sorgfältig, Diakon Matthias Marcinkowski trocknet sie ab. Zwei Ministranten reichen Krug und Tücher. Es ist ein stilles, eindringliches Bild: Dienst statt Würde, Nähe statt Distanz.</p><p>Genau darum geht es auch in der Predigt, die Diakon Marcinkowski heute hält. Es ist der 2. April 2026, ein Abend in der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg. Gründonnerstag in der Karwoche. Marcinkowski hebt in der Predigt die Fußwaschung am Gründonnerstag als zentrales Zeichen für den diakonischen Auftrag der Kirche hervor. Die Waschung sei kein bloßes Ritual, sondern ein Aufruf zum Handeln. Das Niederbeugen zu den Füßen anderer stehe symbolisch für die Bereitschaft, sich den konkreten Nöten der Menschen zuzuwenden – Einsamkeit, Armut oder Ausgrenzung. Christsein beginne dort, wo Gläubige sich „tief bücken“, zuhören, helfen und Verantwortung im sozialen Umfeld übernehmen.</p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="3f5c0c6c-1b0d-4754-900d-4f83c002b0b4" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="left">&nbsp;</drupal-media><p><strong>Diakonisches Handeln</strong></p><p>Der Diakon unterstreicht, dass diakonisches Handeln nicht Zusatz, sondern Wesenskern der Kirche sei. Die Zukunft der Kirche werde davon abhängen, ob sie im Dienst am Menschen glaubwürdig bleibe. Institutionelle Hilfswerke seien wichtig, doch entscheidend sei das persönliche Engagement im Alltag.<br>Auch dankt er an diesem Abend den Freiwilligen, die sich für die symbolische Handlung zur Verfügung stellen, und betont, dass diese Bereitschaft keineswegs selbstverständlich sei. Die schwierige Suche nach Engagierten – sowohl für liturgische Dienste als auch für soziale Projekte – zeige, dass kirchliches Leben und konkretes Engagement im Alltag immer wieder die aktive, bewusste Entscheidung des Einzelnen bräuchte.</p><p>Dann spricht er über die Verbindung von Eucharistie und Nächstenliebe. Die Einsetzungsworte Jesu seien nicht nur liturgische Erinnerung, sondern Verweis auf seine Lebenshingabe. Ebenso erinnere der Apostel Paulus daran, dass die Feier des Herrenmahls ohne Solidarität untereinander unglaubwürdig bleibe. Eucharistie und gelebte Gemeinschaft gehörten untrennbar zusammen.</p><p><strong>Hintergrund</strong>&nbsp;</p><p>Der Gründonnerstag steht im Zeichen des Abschieds Jesu. Zum letzten Mal vor seinem Tod kommt er am Abend mit seinen zwölf Jüngern zusammen. Dabei stehen zwei Symbolhandlungen im Fokus: das gemeinsame Abendmahl und die Fußwaschung der Jünger. Diese beiden Handlungen rückt die Kirche bei der Liturgie am Gründonnerstagabend in den Mittelpunkt. Die Messe vom letzten Abendmahl bildet dabei den Auftakt zum Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres: zum sogenannten "Triduum Sacrum", den "Heiligen Drei Tagen" von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn, die in der Osternacht gipfeln.</p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/gruendonnerstag-2026</link>
            <guid isPermaLink="true">https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/gruendonnerstag-2026</guid>
            <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 20:14:17 GMT</pubDate>
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        <item>
            <title><![CDATA[Predigt: Aufruf zu gelebtem Glauben]]></title>
            <description><![CDATA[<p>In der Ölweih-Messe am 31. März 2026 in St. Sebastian, Magdeburg, hat Bischof Gerhard Feige dazu aufgerufen, angesichts globaler Krisen, gesellschaftlicher Spannungen und wachsender Unsicherheit, „stets bereit“ zu sein und Rechenschaft über die Hoffnung abzulegen. In seiner Predigt ging er auf den ersten Petrusbrief ein: Gläubige sollen nicht nur hoffen, sondern ihre Hoffnung auch glaubwürdig vertreten.</p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="9941e130-396c-4412-8021-23abeae282ae" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="right">&nbsp;</drupal-media><p>Der Bischof zeichnete zunächst ein Bild der Gegenwart: Viele Menschen würden mit Skepsis auf politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen blicken. Auch innerhalb der Kirche würden Sorgen über die Zukunft und die Rolle religiöser Gemeinschaften wachsen. Er verglich die Situation mit den Jüngern im Sturm auf dem See: „Wir teilen mit den Jüngern das Gefühl, nicht auf einem robusten Dampfer unterwegs zu sein, der mühelos über das aufgewühlte Wasser fährt, sondern sehen uns eher in einer zerbrechlichen Nussschale auf hoher See.“ Gerade in solchen Zeiten stelle sich die Frage nach der Quelle der Hoffnung besonders dringlich.</p><p><strong>Diaspora als Bewährung</strong></p><p>Der Bischof betonte, dass Christen in einer säkularen Umgebung häufig als Minderheit leben und darauf unterschiedlich reagieren. Einige passten sich an und verlören ihr Profil, andere zögen sich in Abgrenzung zurück. Beide Wege seien problematisch. Stattdessen liege die Chance darin, den Glauben bewusster, reifer und verantwortlicher zu leben. Der Glaube müsse sich in der Diaspora bewähren und könne dadurch an Tiefe gewinnen.</p><p>Im Zentrum der Predigt stand die These, dass Hoffnung aus dem Glauben erwächst. Dieser Glaube sei jedoch nicht bloß Wissen oder das Auswendiglernen von Lehrsätzen. Entscheidend sei die persönliche Beziehung zu Jesus als Mitte des christlichen Glaubens. Eine einfache, gelebte Glaubenshaltung könne oft tragfähiger sein als umfangreiches theologisches Wissen. Hoffnung entstehe aus dem Vertrauen, dass Gottes Liebe selbst in Krisen trage und über den Tod hinausreiche.</p><p><strong>Weihe der Heiligen Öle</strong></p><p>Christinnen und Christen seien eingeladen, andere zu begleiten, zu trösten und zu ermutigen. Symbolisch stünden dafür auch die geweihten Öle, die als Zeichen der Stärkung und der Nähe Gottes verstanden würden. Damit bezog sich der Bischof auf die Weihe der Heiligen Öle. Der "Dies pastoralis" ist im Bistum Magdeburg traditionell mit der Ölweih-Messe verbunden. Hier werden die drei Öle für Firmung und Weihen (Chrisam-Öl), Krankensalbung (Kranken-Öl) und Vorbereitung auf die Taufe (Katechumenen-Öl) vom Bischof geweiht und dann in die Pfarreien mitgenommen.</p><drupal-media data-entity-type="media" data-entity-uuid="440c837a-82ef-4480-b412-bf822d888aca" data-view-mode="cke_media_resize_medium" data-align="left">&nbsp;</drupal-media><p>„Heilige Öle“ sind Salböle, die in der katholischen Kirche bei verschiedenen Weihehandlungen benötigt werden. Sie werden verwendet bei Bischofs- und Priesterweihen sowie der Weihe von Altären und Kirchen. Auch im Rahmen von Taufe und Firmung kommen die Öle zum Einsatz. Gleiches gilt für die Krankensalbung. Meist handelt es sich um Pflanzen- oder Olivenöl mit beigefügten Duftstoffen.</p><p><strong>Vortrag: Suche Frieden und jage ihm nach</strong></p><p>Nach der Messe hörten die pastoral Mitarbeitenden einen Vortrag von Schwester Francesca Šimuniová, Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Venio, die in München und Prag beheimatet ist. Schwester Francesca sprach über das biblische Wort „Suche Frieden und jage ihm nach“ als Leitmotiv für ein konkretes, alltagsnahes Friedensverständnis. Anhand der Regel des heiligen Benedikt werde deutlich: Frieden entstehe nicht von selbst, sondern müsse in Gemeinschaft eingeübt werden – durch Geduld, Vergebung und gegenseitige Rücksichtnahme.</p><p>Ihre zentrale Botschaft: Frieden beginnt im eigenen Leben. Wer im Kleinen Verantwortung übernimmt und solidarisch handelt, trägt dazu bei, dass Frieden trotz globaler Konflikte konkret erfahrbar wird.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-03/Predigt_Dies_pastoralis_2026.pdf">Die Predigt von Bischof Feige als PDF</a></p><p><a href="https://youtu.be/4Ps1lQecuwQ">Die Predigt von Bischof Feige als Video</a></p><p><a href="https://youtu.be/Wa0iudgsOi4?si=6Uj3TvUV4op4fOiw">Der Vortrag von Sr. Francesca als Video</a></p>]]></description>
            <link>https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/nachrichten/oelweih-messe-dies-pastoralis-2026</link>
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            <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:11:15 GMT</pubDate>
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            <title><![CDATA[Bischof Feige im Deutschlandfunk]]></title>
            <description><![CDATA[<p><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_04%20-%20Bischof%20Feige.pdf">https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_04%20-%20Bischof%20Feige.pdfhttps://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_04%20-%20Bischof%20Feige.pdfhttps://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_04%20-%20Bischof%20Feige.pdf</a>In der Karwoche – vom 30. März bis 4. April 2026 – ist Bischof Gerhard Feige jeden Werktag um 6:35 Uhr mit einer Morgenandacht im Deutschlandfunk zu hören. Die Andachten handeln unter anderem von Erinnerung, Wachsamkeit und Hoffnung. Herzliche Einladung zum Einschalten!</p><p>Am <strong>Karmontag </strong>steht die Kraft der Erinnerung im Mittelpunkt. Persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen prägen unser Leben – sie helfen, die eigene Geschichte zu verstehen und Orientierung für die Zukunft zu gewinnen. Gerade die Karwoche sei eine Zeit des bewussten Erinnerns, so Bischof Feige: an Leid, Schuld und Hoffnung. Wer sich darauf einlasse, könne den eigenen inneren Kompass neu ausrichten.</p><p>Der <strong>Gründonnerstag </strong>rückt die Haltung der Wachsamkeit in den Fokus. Angesichts von Unsicherheit, Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen ruft Bischof Feige dazu auf, aufmerksam, kritisch und zugleich mitfühlend zu bleiben. „Wachen und beten“ bedeute dabei nicht nur religiöse Praxis, sondern eine Lebenshaltung: Verantwortung übernehmen, Menschlichkeit bewahren und sich nicht von Angst oder Gleichgültigkeit bestimmen zu lassen.</p><p>Am <strong>Karsamstag </strong>schließlich geht es um die grundlegende Frage nach dem Menschen und seine Sehnsucht nach Sinn und Zukunft. Zwischen Vergänglichkeit und Hoffnung bewege sich das menschliche Leben, so der Bischof. Seine Andacht will Mut machen, diese Spannung auszuhalten und aus der Hoffnung heraus zu leben – einer Hoffnung, die über den Moment hinausweise und den Blick auf Vollendung öffne.</p><p>So zeichnen die täglichen Andachten einen Weg durch die Karwoched laden ein, die Tage nicht nur als religiöse Tradition, sondern als persönliche Gelegenheit zur Besinnung und inneren Erneuerung zu gestalten – und so Schritt für Schritt auf Ostern zuzugehen.</p><p><strong>Zum Nachhören:</strong><br><a href="https://www.deutschlandfunk.de/morgenandacht-100.html">https://www.deutschlandfunk.de/morgenandacht-100.html</a></p><p>Zum Nachlesen:<br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_03_30%20-%20Bischof%20Feige_0.pdf">Morgenandacht_26_03_30_Bischof Feige</a><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_03_31%20-%20Bischof%20Feige.pdf">Morgenandacht 26_03_31 - Bischof Feige</a><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_01%20-%20Bischof%20Feige.pdf">Morgenandacht 26_04_01 - Bischof Feige</a><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_02%20-%20Bischof%20Feige.pdf">Morgenandacht 26_04_02 - Bischof Feige</a><br><a href="https://www.bistum-magdeburg.de/sites/default/files/2026-04/Morgenandacht%2026_04_04%20-%20Bischof%20Feige.pdf">Morgenandacht_26_04_04_Bischof Feige</a></p>]]></description>
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            <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 10:29:47 GMT</pubDate>
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