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Zwischen Lagerkoller und unsicheren Lockerungen

Forschungsinstitut der Katholischen Universität gibt Tipps für Familien, Paare und Singles

Wie verändern uns Abstand, Isolation und unsichere Lockerungen? Welcher Gefühlskreislauf kommt in Gang durch Isolation, Quarantäne und Fernbeziehungen? Und wie kann man als Familie, Paar oder als Single durch diese Zeit kommen, deren Maßnahmen womöglich noch für Monate den Alltag bestimmen werden? Solchen und weiteren Fragen nimmt sich eine neue Broschüre des Zentralinstituts für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) an. Die Publikation enthält viele wissenschaftlich erforschte und bewährte Inspirationen sowie Verhaltensregeln, um die vielfältigen Belastungen zu reduzieren und zu meistern. Das Spektrum der Beiträge reicht vom Entwickeln und Einhalten einer Tagesstruktur über den Umgang mit Einsamkeit und Fernbeziehungen bis hin zu Tipps für Eltern – differenziert nach dem Alter des Nachwuchses. 

„Mit dieser Broschüre möchten wir Familien und allen, die in Ehe und Partnerschaft leben, Informationen an die Hand geben, die sie bei der Bewältigung dieser Situation unterstützen sollen. Ziel ist es, auf der Basis wissenschaftlicher Expertise ganz konkrete Tipps und Hinweise für die Praxis zu geben. Auch dies ist Aufgabe einer Universität. Wir hoffen, dass diese Broschüre daher vielen Familien, allen, die in Ehe und Partnerschaft leben, sowie Singles und Alleinstehenden eine wertvolle Hilfe ist“, erklärt ZFG-Direktor Prof. Dr. Klaus Stüwe.

Autorinnen und Autoren der Publikation sind als wissenschaftlicher Projektleiter Dr. Peter Wendl sowie die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Peggy Puhl-Regler und Alexandra Ressel. Wendl leitet seit 2002 eine Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt und beschäftigt sich dabei mit Auswirkungen von kritischen Lebensereignissen, Fernbeziehungen und Isolation auf Partnerschaft, Familie und Erziehung. Alexandra Ressel erforscht unter anderem die Lebenswirklichkeit von Soldatenfamilien, Peggy Puhl-Richter erforscht generell das Familienleben unter besonderen Bedingungen.

„Manche befinden sich in einer Zeit großer Einsamkeit, andere in einer Phase von zu wenig Privatsphäre und zu wenig Alleinseinkönnen – und nicht wenige erleben die genannten Bedingungen immer wieder im Wechsel“, erläutert Wendl. Der Gestaltung von Fernbeziehungen, die man sie mit vielen Angehörigen jetzt führe, haben eine ebenso zentrale Bedeutung wie das Meistern von Isolation oder Kontaktbegrenzungen.

Das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft hat sich als interdisziplinäre Forschungseinrichtung der KU in den vergangenen Jahren umfassende Expertise erworben auf dem Gebiet der Partnerschafts- und Familienforschung. Im Auftrag von Ministerien, Landkreisen, Kommunen, Diözesen und der Deutschen Bischofskonferenz hat das ZFG zahlreiche Studien durchgeführt. Die vorliegende Broschüre wurde in Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt erstellt.

Denkanstöße und Hilfestellung für die verschiedenen Lebenslagen innerhalb der Gesellschaft bietet die Broschüre „Durchhalten trotz Corona-Krise – Anregungen für Paare, Familien und Singles zwischen Lagerkoller und unsicheren Lockerungen“, die kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

(upd)

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