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Bischof Dr. Gerhard Feige

Bischof: Seid barmherzig

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit

Angesichts der Flüchtlingskrise fordert Magdeburgs katholischer Bischof „große Anstrengungen“, um Angst, Wut, Hass und Verschwörungstheorien entgegenzutreten. Hierbei sei neben dem Staat auch Zivilcourage gefragt, schreibt Feige in einem Hirtenwort zur Fastenzeit an die Kirchengemeinden des Bistums Magdeburg. Der Brief wird an diesem Wochenenden in allen Gottesdiensten verlesen und ist im Internet unter bistum-magdeburg.de abrufbar.

In der gegenwärtigen Situation gelte es sich dafür einzusetzen, dass die Würde aller Menschen auch künftig unantastbar bleibe, schreibt Feige weiter. „Dazu ist noch mehr Gerechtigkeit vonnöten, dazu gehört aber auch viel Barmherzigkeit“. Es sei dabei nicht das Schlechteste, als „Gutmensch“ angesehen zu werden oder sich in der Nachfolge Jesu Christi darum zu bemühen, ein barmherziger Mensch zu sein. Gottes Größe und Allmacht zeigt sich nach Ansicht des Bischofs gerade in seiner Barmherzigkeit. „Ohne Barmherzigkeit ist alle Gottesverehrung, aller Gottesdienst, sind alle Opfer, die Menschen Gott darbringen, nichts, ohne Bedeutung, fast sinnlos.“ Jesus, so Feige, „isst mit Sündern, verzeiht und richtet diejenigen auf, die öffentlich verurteilt werden“. Das Gebot Jesu - „Liebt einander, wie ich Euch geliebt habe!“ - sei keine unverbindliche Empfehlung, sondern gehöre zum Wesen des christlichen Glaubens. Bischof Feige: „Daran sollen wir erkennbar sein.“

Feige weiß aber auch, dass sich niemand um alle Not kümmern kann. Nach seinen Worten kommt es deswegen darauf an, sich Notleidenden gegenüber dort, wo sie einem begegnen, barmherzig zu zeigen. | Download des Fastenwortes | Jahr der Barmherzigkeit

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