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Diakon Wolfgang Eckart gestorben

Der allmächtige Gott hat am 6. Juli 2021 seinen treuen Diener, Diakon i. R. Wolfgang Eckart im Alter von 79 Jahren in sein ewiges Reich gerufen

„Nicht ihr habt mich erwählt. Ich habe euch erwählt!“ (Joh 15,16). Dieser Leitspruch findet sich auf dem Gedenkbild, das Diakon Wolfgang Eckart gemeinsam mit drei anderen Mitbrüdern anlässlich ihres vierzigjährigen Weihejubiläums am 16. Dezember 2018 drucken ließen. In diesem Leitspruch äußert sich die feste Überzeugung, dass der Weg im Dienst für und mit den Menschen, den er als Diakon in der Kirche von Magdeburg gegangen ist, ein Weg war, auf den ihn der Herr gerufen hat.

Dieser Weg begann mit seiner Geburt am 17. Oktober 1941 in Magdeburg. In einer vom Glauben geprägten Familie wuchs er auf und fand früh in verschiedenen Gemeinden der Stadt Magdeburg eine innere Heimat. Nach der Grundschulzeit in Magdeburg-Fermersleben trat er 1954 in das Knabenseminar in Paderborn ein und besuchte dort ein altsprachliches Gymnasium, mit dem Gedanken, Priester zu werden. Auf eigenen Wunsch kehrte er nach dem Abschluss der 10. Klasse nach Magdeburg zurück und begann eine Lehre als Technischer Zeichner. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Ausbildung wechselte er 1961 den Beruf und arbeitete im Schwermaschinenbau-Kombinat Ernst-Thälmann (SKET) als Facharbeiter für Betriebsmess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Im Jahr 1965 heiratete er Frau Greta Restin, mit der er vier Kindern das Leben schenkte.

Sein ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit der katholischen Gemeinden Magdeburgs führte ihn schließlich 1976 in das Jugendseelsorgeamt, in dem er als Referent tätig wurde. Zeitgleich begann der zweite Ausbildungskurs zum Ständigen Diakon im damaligen Bischöflichen Amt Magdeburg, für den er sich meldete. Bischof Johannes Braun weihte ihn am 16. Dezember 1978 gemeinsam mit drei weiteren Mitbrüdern in der Propsteikirche St. Sebastian in Magdeburg zum Diakon. Mit Beginn des folgenden Jahres nahm er seinen Dienst als Diakon in der Pfarrei St. Andreas in Magdeburg und in der Pfarrvikarie Hl. Kreuz in Biederitz auf. Er wurde beauftragt, die Pfarrvikarie „im Namen des Pfarrers und des Bischofs rechtmäßig zu leiten“.

Im selben Jahr verstarb seine Ehefrau und ließ ihn mit vier Kindern zurück. Bischof Johannes Braun erwirkte mit großem Engagement in Rom die Dispens vom Ehehindernis der höheren Weihen, so dass Wolfgang Eckart 1980 mit Frau Ingeborg Hellmich die Ehe schließen konnte. In ihr hatte er eine treue Begleiterin und gute Mutter für seine Kinder gefunden.

Im Jahr 1991 nahm der Lebensweg von Diakon Eckart eine weitere Wende. Bischof Leo Nowak rief ihn als Personalreferent für die Laienmitarbeiter und Abteilungsleiter in das Bischöfliche Ordinariat Magdeburg. Als Subsidiar blieb er weiterhin in den beiden Gemeinden tätig. In der neuen Aufgabe gestaltete er die mit der Wende und der Deutschen Einheit verbundenen Veränderungen im Bereich des Arbeitsrechts mit. Neben der Betreuung und Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ordinariat, den Pfarreien und Einrichtungen galt es nun auch, in den verschiedenen arbeitsrechtlichen Gremien in Kirche und Gesellschaft mitzuarbeiten. So war er Mitglied der Personalwesenkommission des Verbandes der Diözesen Deutschlands, der Regional- und zeitweise auch der Zentral-KODA. Ebenso wirkte er als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Magdeburg mit.

Mit dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze ging Diakon Wolfgang Eckart im Jahr 2006 in den verdienten Ruhestand. Soweit es seine Gesundheit zuließ, übernahm er in seiner Heimatgemeinde weiterhin diakonische Dienste, pflegte die Kontakte zu den Mitgliedern seines Diakonenkreises und zu vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bistum Magdeburg. Das zunehmende Alter und die fortschreitenden Krankheiten zwangen ihn, das Tischtennisspiel, das er jahrzehntelang in der “Deutschen Jugendkraft“ (DJK), gepflegt hatte, aufzugeben.

Auf allen Wegen, auf die Wolfgang Eckart geführt wurde, und in den verschiedenen Aufgaben, die ihm anvertraut waren, kamen ihm seine freundliche und den Menschen zugewandte Art sowie sein nahezu unbegrenzter Humor entgegen. Getragen war er von einem großen Vertrauen auf den dreifaltigen Gott, von dem er sich gerufen und erwählt wusste. In seine Hände hat er am 6. Juli sein Leben zurückgegeben.

Der gute und barmherzige Gott vollende nun den Weg, auf den er ihn gerufen hat und vergelte ihm all das Gute, das er in Familie, Gesellschaft und Kirche gewirkt hat.                      (Thomas Kriesel)

Das Requiem für Diakon Wolfgang Eckart feiern wir am Mittwoch, dem 21. Juli 2021,
um 10:00 Uhr in der Kathedralkirche St. Sebastian in Magdeburg. Die Urnenbeisetzung findet am selben Tag um 13:00 Uhr auf dem Friedhof in Biederitz (Friedhofstrasse) statt.

Wir wollen des verstorbenen Mitbruders in der Eucharistie und im Gebet gedenken.

Magdeburg, den 8.Juli 2021

Dr. Gerhard Feige
      Bischof

Alle Priester und Diakone sind eingeladen, das Requiem und die Beerdigung in Chorkleidung mitzufeiern.

 

 

 

 

 

 

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