Michael Burkner
Berlin, Ende der 1960er Jahre: An einem der wenigen Grenzübergänge der geteilten Stadt kommt ein gelber VW Käfer zum Stehen. Der Fahrer, ein Mann in den Dreißigern, und sein etwas jüngerer Begleiter möchten in den Osten der Stadt. Die Grenzbeamten bitten die beiden aus dem Wagen, inspizieren das Fahrzeug. Der jüngere Mann wirkt nervös angesichts der argwöhnischen Beamten, der ältere bleibt ganz ruhig.
Taizé-Jugendtreffen in der DDR
Johanna Marin
In manchen Gemeinden fischt der Priester es unter seinem Sitz hervor. In anderen hält der Lektor es in der Hand, oder es liegt aufgeschlagen und bereit auf dem Ambo: das kleine rote Fürbittbuch „Das Gebet der Gläubigen – Fürbitten“ von 1978. Der Verfasser ist inzwischen 95 Jahre alt und kann auf 70 Jahre Priestertum zurückblicken.
Pastoraltheologe Franz Georg Friemel
Jens Daniel Schubert
Wir treffen uns in der Geschäftsstelle der Diakonie in Dresden. Wo die 75 Mitarbeiter, um die es geht, arbeiten – wie sie heißen, ist geheim. Anonymität heißt das Zauberwort. Es ist der erste Grundsatz der Telefonseelsorge. Dazu gehören Verschwiegenheit und Erreichbarkeit, Kompetenz und Offenheit sowie Gebührenfreiheit.
40 Jahre Ökumenische Telefonseelsorge in Dresden
Juliane Bittner
„Das wirkt ja wie eine Theaterbühne, nur ohne Kulissen“, sagt eine Frau, die sich die Krippe anschaut. Ihr Sohn begeistert sich für das Jesuskind, Maria und die Schafe. „Aber der Stall fehlt“, bemängelt der Sechsjährige.
Weihnachtskrippe der Sankt Hedwigs-Kathedrale
Michael Burkner
Manchmal, so sagt Schwester Juliana, bekäme man von Gott eben Geschenke, mit denen man gar nicht gerechnet habe. Die Priorin der Zisterzienserinnenabtei St. Marienthal in Ostritz freut sich am diesjährigen Weihnachtsfest mit ihren neun Mitschwestern über ein ganz besonderes Geschenk: eine neue Orgel.
Neue Orgel im Kloster Marienthal
Gregor Mühlhaus
Als sei es gestern gewesen erinnert sich die 88-jährige Christel Kinzel noch immer an das Hirtenamt in der Kirche „St. Mauritius“ in Steinbach am ersten Weihnachtstag des Jahres 1949: „Damals war das Hirtenamt noch früh um sechs Uhr. Ich saß als 12-jähriges Mädchen vor der großen Orgel und hatte echt Bammel.
76 Jahre an der Orgel