
JahresauftaktAmbulanter Hospizdienst der Malteser
Beim gemeinsamen Jahresauftakt der Dienste in Haldensleben und Magdeburg ist auch deutlich geworden: Menschen am Lebensende zu begleiten, ist kein Trend, sondern kann lebensbereichernd sein.
Erscheinungsdatum: 4. Februar 2026
Haldensleben/Magdeburg. Seit fast 20 Jahren steht der Ambulante Hospizdienst der Malteser in Haldensleben und Magdeburg an der Seite von Menschen am Lebensende. „Das Sterben gehört genauso zum Leben wie eine Geburt. Deshalb sollten wir Menschen in dieser Phase genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie einem Neugeborenen“, sagt Antje Schmidt, Koordinatorin im Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentrum der Malteser in Magdeburg.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und mit inzwischen 79 Ehrenamtlichen setzt sie sich dafür ein, das Tabu um Sterben und Tod nicht nur zu überwinden, sondern betroffene Menschen und Angehörige zu begleiten. Viele Stunden sind so für Menschen am Lebensende zusammengekommen:
- 300 Stunden Fahrzeiten der Ehrenamtlichen
- 600 Stunden persönlicher Kontakt in Begleitungen
- 120 Stunden telefonische Begleitungen bzw. Angehörigen- und Institutionskontakte
- 76 abgeschlossene Begleitungen
- 145 Anfragen bzw. Beratungen ohne Einsatz Ehrenamtlicher
Dank dieses Engagements ist im Ambulanten Hospizdienst der Malteser das Leistungsspektrum gewachsen: von der klassischen Sterbebegleitung über die Kinder- und Jugendhospizarbeit bis hin zur Begleitung von Familien mit einem sterbenden Elternteil sowie dem Ausbau der Trauerbegleitung und der regionalen Präsenz.
Beim gemeinsamen Jahresauftakt der Dienste in Haldensleben und Magdeburg ist auch deutlich geworden: Menschen am Lebensende zu begleiten, ist kein Trend, sondern kann lebensbereichernd sein. „Das zeigen zwei unserer Ehrenamtlichen“, betont Antje Schmidt. „Frank Steffens und Beate Möller, beide aus Magdeburg, sind seit 2007 im ehrenamtlichen Dienst, also schon von Beginn an.“
Jedem Menschen am Lebensende ein Lächeln schenken, nicht allein zu sein, bewusst Abschied nehmen zu können – dafür wollen sich Ehrenamtliche und Koordinatorinnen auch künftig einsetzen. Um den Dienst zu stärken, werden die Dienststellen Haldensleben und Magdeburg zu einem großen Ambulanten Hospizdienst für die Region zusammengeschlossen. Das klare Ziel bleibt: „Wir möchten weiterhin von Mensch zu Mensch da sein. Die ehrenamtliche Begleitung am Lebensende soll ein selbstverständlicher Teil der Versorgung werden“, sagt Antje Schmidt. „Sterben, Tod und Trauer sollten in unserer Gesellschaft kein Tabu sein.“
Eine besondere Vision, mit der das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen ins Jahr gestartet ist, war der Wunsch nach einer „Alters-WG für Ehrenamtliche“ unter dem Dach der Malteser – ein Ort, an dem Engagement und Gemeinschaft auch im Alter weitergelebt werden können.
Hintergrund
Der Ambulante Hospizdienst der Malteser ist in Magdeburg, in und um Haldensleben, in Zerbst, Schönebeck und Umgebung sowie im Burgenlandkreis aktiv. Haupt- und Ehrenamtliche begleiten und unterstützen gemeinsam schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige – zu Hause, im Pflegeheim oder dort, wo Hilfe benötigt wird. Der Dienst versteht sich als verlässlicher Partner am Lebensende und möchte Sterben, Tod und Trauer als natürlichen Teil des Lebens sichtbar machen.
Kontakte für Betroffene und Angehörige
Telefonisch sind die Standorte Haldensleben und Magdeburg erreichbar über:
+49 (0) 391 60 78 39 10 oder +49 (0) 160 98 96 68 58
Anschriften:
- Ambulanter Hospiz- und Trauerbegleitungsdienst Haldensleben (Achtung: Das Büro ist nicht dauerhaft besetzt.)
Gröperstraße 12, 39340 Haldensleben
hospiz.haldensleben@malteser.org - Ambulantes Hospiz- und Palliativberatungszentrum
Neustädter Bierweg 15, 39110 Magdeburg
hospiz.magdeburg@malteser.org
Quelle: Malteser Hilfsdienst Magdeburg e.V., Mandy Börner-Hannemann Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit +49 (0) 391 609 31 61 mandy.boerner-hannemann@malteser.org



