
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg
97. GeburtstagBischof em. Leo ruft zu gelebter Hoffnung auf
Erscheinungsdatum: 18. März 2026
Anlässlich seines 97. Geburtstags hat Bischof em. Leo Nowak am 17. März 2026 in der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg eine Messe gefeiert. In seiner Predigt rief er zu Vertrauen, Eigenverantwortung und Hoffnung auf. Ausgangspunkt seiner Predigt war die biblische Heilungsgeschichte am Teich Betesda, in der Jesus einem gelähmten Mann zuruft, selbst aktiv zu werden.
Der Bischof stellte zwei Figuren der Erzählung gegenüber: den kranken, isolierten Menschen ohne Hilfe – und Jesus, der ihn ermutigt, „das ihm Mögliche zu tun“. Diese Botschaft übertrug Bischof em. Leo auf die Gegenwart. Viele Menschen erlebten heute ähnliche Situationen von Krankheit, Einsamkeit oder Zukunftsangst. Der christliche Glaube verspreche dabei keine sofortige Lösung aller Probleme, könne aber Kraft geben, den nächsten Schritt zu gehen. Entscheidend sei das Vertrauen darauf, dass Gott treu bleibe.
In einem weiteren Schritt weitete der Bischof em. den Blick auf globale Krisen. Er nannte Kriege, Fluchtbewegungen, politische Spannungen und auch die Unsicherheit über die Zukunft der Kirche als Beispiele für eine oft als aussichtslos empfundene Lage. Die Welt gleiche in gewisser Weise dem Teich Betesda: Momente von Frieden und Gerechtigkeit seien selten und würden häufig von negativen Entwicklungen überlagert.
„Du kannst nicht nichts.“
Dennoch rief der Bischof dazu auf, nicht in Resignation zu verharren. In Anlehnung an das Evangelium formulierte er den Appell, jeder solle das ihm Mögliche tun: „Du kannst nicht alles, aber du kannst nicht nichts.“ Christlicher Glaube bedeute, sich von Jesus zur Tat ermutigen zu lassen und aktiv Hoffnung weiterzugeben.
Abschließend betonte der Bischof, dass persönliches Engagement und gelebte Nächstenliebe dazu beitragen könnten, Mut und Zuversicht in die Welt zu tragen. Wer sich an Jesus orientiere, könne selbst zu einem Zeichen der Hoffnung für andere werden.
Mit einem Blumenstrauß samt Grußwort gratulierte Bischof Gerhard Feige seinem Vorgänger: „Seit jeher giltst du als ein Mann des Ausgleichs und des Dialogs, als ein beherzter Seelsorger und eifriger Hirte mit missionarischem Profil“, so Bischof Feige. „Du gabst und gibst noch immer unserer Kirche ein äußerst sympathisches und menschenfreundliches Gesicht. Dafür sei dir von Herzen Dank gesagt!“
Spenden für die Flüchtlingshilfe
Im Anschluss an die Festmesse kamen zahlreiche Gratulanten in den Kreuzgang. Bischof em. Leo hatte im Vorfeld ausdrücklich darum gebeten, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt zu spenden.
Bischof em. Leo Nowak war von 1994 bis 2004 Bischof des Bistums Magdeburg.
Spendenkonto
Bistum Magdeburg
IBAN: DE43 8105 3272 0641 0223 01
BIC: NOLADE21MDG
Stichwort: Spende Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134









