
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg
Don Bosco JugendzentrumWiedereröffnung am 1. Juni
Das Don Bosco Kinder- und Jugendzentrum im Magdeburger Milchweg wird am 1. Juni 2026 nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet. Ein Besuch in frisch renovierten Räumen.
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2026
Der Geruch von frisch gestrichenen Räumen liegt noch in der Luft, Kartons stehen an den Wänden, Werkzeug klirrt auf dem neuen Bodenbelag. Mitten im Raum sitzt Konrad Rhein auf dem frisch verlegten Fußboden. Der FSJler schraubt die Beine eines neuen Tisches zusammen. Wenige Meter weiter tragen Schwester Lydia und Schwester Bernadeth Schränke und Regale aus dem Übergangsquartier nebenan zurück in die renovierten Räume, gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern. Noch ist nicht alles vollständig eingeräumt – und doch ist bereits spürbar, dass hier wieder Leben einzieht. Das Don Bosco Kinder- und Jugendzentrum Magdeburg bereitet sich auf seine feierliche Wiedereröffnung am 1. Juni 2026 vor.
„Damit ihr Leben gelingt“
Die katholischen Don Bosco Ordensschwestern Lydia und Bernadeth sind das Herz des Kinder- und Jugendzentrums. Hier im Milchweg 29, unter den Räumen der Kirche St. Mechthild, arbeiten Don Bosco Schwestern seit 1993 pädagogisch mit Kindern und Jugendlichen, ‚damit ihr Leben gelingt‘, wie sie sagen – ganz im Sinne des katholischen Priesters Don Bosco.
Die Räumlichkeiten gehören zur Pfarrei St. Johannes Bosco, die Don Bosco Schwestern sind seit vielen Jahren feste Bezugspersonen für Kinder und Jugendliche aus den Stadtteilen Neustädter Feld, Kannenstieg und weit darüber hinaus.
Die vergangenen anderthalb Jahre standen ganz im Zeichen einer umfassenden Rundum-Erneuerung. Im Außenbereich laufen teilweise noch Baggerarbeiten und Erdaushübe. Der Eingangsbereich wurde neu gepflastert. Besonders sichtbar ist das neue Sicherheitskonzept: Große Fensterfronten und Glastüren schaffen Offenheit und Transparenz. Kosten: 1,2 Millionen Euro aus Rücklagen der Pfarrei, außerdem Zuschüsse des Bistums Magdeburg, Spenden und Unterstützung durch das Bonifatiuswerk.
Auch im Inneren musste nahezu alles erneuert werden, denn der Bau stammt aus den 1970er Jahren. Frisch gestrichene Wände, neue Decken und vollständig erneuerte Fußböden verleihen den Räumen ein modernes und freundliches Erscheinungsbild. Hinzu kommen barrierefreie Sanitäranlagen, eine neue Küche sowie modernisierte Büroräume für die pädagogische Arbeit.
Zocken und lernen
Die technische Ausstattung folgt dabei einem klaren Konzept: Ein Computerkabinett dient künftig vor allem Freizeit, Gaming und digitaler Begegnung. Daneben entsteht ein separater Lernraum, in dem Jugendliche konzentriert Bewerbungen schreiben, Hausaufgaben erledigen oder Unterstützung beim Übergang in Ausbildung und Beruf erhalten können.
Dass die Einrichtung gebraucht wird, zeigt der tägliche Zulauf. Offiziell richtet sich das Zentrum an Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 26 Jahren. Derzeit prägen vor allem die Sechs- bis 15-Jährigen den Alltag. „Täglich besuchen etwa 25 bis 30 junge Menschen das Haus – darunter viele Stammgäste, aber auch immer wieder neue Kinder und Jugendliche“, erzählt Schwester Bernadeth.
Geöffnet ist das Jugendzentrum täglich von 13:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Intern gliedert sich die Einrichtung in zwei Bereiche: einen Kinderbereich für die Jüngeren bis zwölf Jahre sowie einen Jugendbereich für alle Besucher ab zwölf Jahren.
Obwohl das Zentrum offiziell zum Stadtteil Neustädter Feld gehört, kommen viele Besucher auch aus dem Stadtteil Kannenstieg und Umgebung. Bekannt ist die Einrichtung vor allem durch Mundpropaganda: Freunde bringen Freunde mit, Lehrkräfte empfehlen die Angebote weiter, und durch schulische Kooperationen entstehen immer neue Kontakte, erzählt Schwester Bernadeth.
Gelebter Glaube
Der Geist des katholischen Priesters Don Boscos prägt die Einrichtung bis heute. „Gelebter Glaube zeigt sich weniger durch große Worte als vielmehr im gemeinsamen Alltag, in Ritualen und Festen entlang des Kirchenjahres“, sagt Schwester Bernadeth. Besonders gefeiert werden die beiden Gründerfiguren der Don Bosco Familie: Johannes Bosco am 31. Januar und Maria Mazzarello am 13. Mai.
Die Gemeinschaft ist dabei bewusst offen gestaltet. Einige Kinder kommen aus christlichen Familien, viele andere sind religiös ungebunden. „Gerade deshalb entstehen die gemeinsamen Rituale selbstverständlich und ohne Zwang. Wer länger dabei ist, wächst nach und nach hinein – in eine Atmosphäre von Vertrauen, Gemeinschaft und Verlässlichkeit“, so Schwester Lydia.
Ganz abgeschlossen ist die Erneuerung allerdings noch nicht. Weil aus Budgetgründen nicht alle Anschaffungen gleichzeitig möglich waren, besteht weiterhin Bedarf an neuen Spielgeräten und pädagogischem Material – insbesondere für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter. Deshalb bleiben Spenden auch nach der Wiedereröffnung willkommen.
Zur feierlichen Einweihung sind Familien, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie alle Interessierten herzlich eingeladen am 1. Juni 2026 ab 14:30 Uhr. Buntes Programm für Familien und die Nachbarschaft mit Hüpfburg, Sportglücksrad, Kreativ- und Bastelständen, Kinderschminken, Zuckerwatte und einem herzhaften Imbiss.
Don Bosco Kinder- und Jugendzentrum
Milchweg 29
39128 Magdeburg
Telefon: 0391 – 252 75 16
E-Mail: info@donboscozentrum-magdeburg.de
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134















