
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Verurteilung anonymer antisemitischer Vorfälle an Burg Giebichenstein
Das Bistum Magdeburg verurteilt als Teil der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Sachsen-Anhalt e.V. die antisemitischen Angriffe auf dem Campus der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle. Dort hatte es anonymen Aushänge gegeben, die die Jüdische Gemeinde Halle als „rassistische und zionistische Organisation“ diffamieren.
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2026
Stellungnahme zu den antisemitischen Vorfällen auf dem Campus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Von unseren jüdischen Partnern haben wir von den anonymen Angriffen auf die Jüdische Gemeinde in Halle auf dem Campus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle erfahren. Aus unserem Engagement im christlich-jüdischen Dialog und dem Austausch mit Jüdinnen und Juden wissen wir, dass solche Angriffe im Kontext einer Zunahme antisemitischer Einstellungen und Positionierungen im Hochschul- und Kulturbereich stehen.
In den anonymen Aushängen wird die Jüdische Gemeinde Halle als „rassistische und zionistische Organisation“ und im Dienst „israelischer Propaganda“ diffamiert. Statt den Dialog zu suchen, wird um Ausgrenzung geworben und versucht, ein Klima der Angst zu erzeugen. Dies ist für uns unerträglich und inakzeptabel.
Als Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Sachsen-Anhalt e.V. verurteilen wir diese anonymen Aushänge aufs Schärfste. Wir stehen entschieden an der Seite der Jüdischen Gemeinde Halle und der Jüdinnen und Juden in unserem Land. Wir danken der Leitung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle für die klare Verurteilung des antisemitischen Inhalts und das konsequente Entfernen der Aushänge; darüber hinaus begrüßen wir, dass an den Dialog- und Begegnungsformaten zwischen Hochschule und jüdischer Gemeinde festgehalten wird.
In der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Sachsen-Anhalt e.V. arbeiten die jüdischen Synagogengemeinden, der Landesverband der jüdischen Gemeinden, das Bistum Magdeburg, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und die Landeskirche Anhalts zusammen. Darüber hinaus wirken Einzelmitglieder mit. Sie stellt sich die Aufgabe, Vorurteile und Missverständnisse zwischen Menschen verschiedenen Glaubens, verschiedener Nationalität oder verschiedener Herkunft abzubauen und an ihrer Überwindung mitzuarbeiten. Dabei sind insbesondere in gemeinsamer Verantwortung die Beziehungen zwischen Juden und Christen zu gestalten. Gleichzeitig dient sie dem Austausch innerhalb Sachsen-Anhalts zwischen Christen und Juden.
Für den Vorstand: Pfr.in Dr. Saskia Lieske, Ev. Vorsitzende; Dr. Reinhard Thomas Grütz, Kath. Vorsitzender
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134




