
Immobilienkonzept des BistumsInteressengemeinschaft will Klosterkirche Egeln erhalten
Engagierte Akteure wollen die Klosterkirche Marienstuhl in Egeln erhalten. Ende 2025 gab es ein erstes Treffen, um über die zukünftige Nutzung der Kirche zu beraten. Hintergrund ist das Immobilienkonzept des Bistums Magdeburg, das vorsieht, je nach Mitgliederzahl und Fläche nur eine bestimmte Anzahl an Kirchen zu erhalten. Die Klosterkirche Egeln soll hier als Sonderfall betrachtet werden, wünschen sich die Initiatoren.
Erscheinungsdatum: 21. Januar 2026
Eine neu formierte Interessengemeinschaft (IG) Klosterkirche Marienstuhl in Egeln hat sich zum Ziel gesetzt, die Klosterkirche dauerhaft zu bewahren, sie über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen und mit neuem Leben zu füllen. Darüber hinaus soll die Kirche als kulturhistorisch wertvolles Bauwerk eingestuft und entsprechend gewürdigt werden.
Hintergrund des Engagements ist das Immobilienkonzept des Bistums Magdeburg, das vorsieht, je nach Mitgliederzahl und pastoral genutzer Fläche nur eine bestimmte Anzahl an Kirchen zu erhalten. Die Klosterkirche Egeln soll hier als Sonderfall betrachtet werden, wünschen sich die Initiatoren.
Im Mittelpunkt des ersten Treffens der IG Ende 2025 stand der Austausch von Ideen für ein gemeinsames Nutzungskonzept, das von der katholischen Gemeinde samt Kirchenvorstand sowie der politischen Kommune getragen werden kann. Zunächst wurden praktische Fragen erörtert, etwa die Sicherstellung der Zuwegung zur Kirche – insbesondere in den Wintermonaten. Hier hat die Stadt Egeln mittlerweile ihre Bereitschaft erklärt, den Weg zu den Gottesdienstzeiten bei Bedarf kostenneutral von Schnee und Eis zu befreien.
Aufgaben verteilt
Weitere offene Punkte betreffen die zukünftige Pflege des Geländes, das regelmäßige Aufziehen der Turmuhr sowie die Verteilung von Schlüsseln und Zuständigkeiten. Diskutiert wurde, ob Gemeindemitglieder einzelne Aufgaben übernehmen können oder ob Verträge zur Grundstückspflege abgeschlossen werden müssen.
Neben diesen organisatorischen Fragen stand vor allem die inhaltliche Belebung der Klosterkirche im Fokus. Geplant sind eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit, die bessere touristische Vermarktung sowie die Durchführung von Kulturveranstaltungen. Zwei ortsansässige Chöre haben bereits signalisiert, in der Kirche proben und auftreten zu wollen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Nutzung des Gemeindehauses als Proben- und Veranstaltungsraum gegen ein Nutzungsentgelt thematisiert.
Gemeindehaus nutzen
Das Gemeindehaus könnte darüber hinaus vielfältig genutzt werden – etwa als Treffpunkt nach Museumsführungen, für Trauercafés, Gemeindeveranstaltungen oder Seniorentreffen. Auch der Egelner Treffpunkt „Mittendrin“ könnte in der Kirche eine neue Heimat finden.
Weitere Überlegungen betrafen die mögliche Anstellung eines engagierten Gemeindemitglieds im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung sowie eine engere Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und den Johannitern, die mit ihren Standorten direkt an das Kirchengelände angrenzen. Langfristig wurde zudem die Gründung eines Fördervereins oder Zweckverbandes angeregt.
Einigkeit bestand schließlich auch beim Umgang mit Spenden: Zweckgebundene Mittel sollen künftig auf einer separaten Haushaltsstelle der Pfarrei verwaltet und ausschließlich für die Klosterkirche sowie das Museum eingesetzt werden.
Das Treffen markiert den Auftakt eines umfassenden Prozesses, der die Klosterkirche Egeln nicht nur erhalten, sondern als lebendigen Ort des Glaubens, der Kultur und der Begegnung in die Zukunft führen soll. Das nächste Treffen ist in Kürze geplant.
Weiterführende Informationen:
Jens Gätke
Verwaltungskoordinator Pastoralregion Salzland
jens.gaetke@bistum-magdeburg.de
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134



