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Menschen in einer Kirche
Die Mitarbeiterinnen Rebekka Gewandt, Ulrike Kettlitz und Antje Löhr-Dittrich wurden von Akademie-Direktor Dr. Reinhard Grütz verabschiedet.
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Katholische Akademie zieht nach Magdeburg Grütz: „Biblischen Schatz weiter sichtbar machen“

Die Katholische Akademie des Bistums Magdeburg ist eine bekannte Bildungseinrichtung. Zum Jahresende 2025 musste der Standort der Akademie in Halle schließen. Drei Mitarbeiterinnen konnten nicht weiterbeschäftigt werden. Wie geht es nun weiter? Ein Interview mit dem Akademiedirektor Dr. Reinhard Grütz.

Erscheinungsdatum: 14. Januar 2026

Herr Dr. Grütz, 30 Jahre lang gab es den Standort der Katholische Akademie an der Moritzkirche in Halle. Wie haben Sie den Abschied gestaltet?
Wir haben diesen Abschied mit einem Konzert am 21. Dezember 2025 würdig begangen. Mit meditativer Adventsmusik haben wir diesen Moment unter die Überschrift: Abschied und Neubeginn gestellt.

Was passiert mit den Akademie-Räumlichkeiten an der Moritzkirche in Halle?

Porträt von Reinhard Grütz
Dr. Reinhard Grütz Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Die bisherigen Büroräume sollen aufbereitet und durch die Pfarrei auf dem Wohnungsmarkt angeboten werden. Eine Kollegin, Antje Löhr-Dittrich, entwickelt im Rahmen eines Projektes, das durch das Bonifatiuswerk gefördert wird, ein „Ökumenisches Zentrum Moritzkirche“: Hier soll es weiterhin kulturelle und pastorale Angebote für suchende Menschen in der Stadtgesellschaft Halles geben. Gemeinsam mit dem Jugendbildungsreferenten Daniel Richter, der die „Lebenswende“ in Halle verantwortet, wird sie an der Moritzkirche weiterhin ein Büro haben.

Wie und wo arbeiten Sie als Akademie-Direktor weiter?

Seit dem 1. Januar 2026 habe ich einen Arbeitsplatz im Bischöflichen Ordinariat in Magdeburg. Dort im Fachbereich Pastoral in Kirche und Gesellschaft. Dadurch kann ich auf Unterstützungsmöglichkeiten in der praktischen Arbeit zurückgreifen. Darüber hinaus bietet sich auch eine intensivere Zusammenarbeit im inhaltlichen Bereich mit dem Fachbereich Pastoral an. Ebenso stellt das Roncalli-Haus als verlässlicher Partner weiterhin gute Möglichkeiten als Veranstaltungsort bereit.

Die Akademie hat über die Jahre zahlreiche Veranstaltungen organisiert – Ausstellungen, Gesprächsabende – welche Angebote wird es künftig noch geben?

Die Einschränkung in der personellen Aufstellung hinterlässt natürlich Spuren. Dennoch will ich durch die vielen gewachsenen guten Kooperationen eine Reihe von Angeboten fortführen. Im Blick auf das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft sind dies beispielsweise die gemeinsamen Veranstaltungen mit den politischen Stiftungen, wie der Friedrich-Ebert- oder der Konrad-Adenauer-Stiftung. Ein weiterer wesentliche Punkt ist die enge und fruchtbare Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt oder dem Mitteldeutschen Bibelwerk. 

Auch der interreligiöse Dialog bleibt ein wichtiger Baustein meiner Arbeit, so bin ich katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Daneben kooperiere ich mit Einrichtungen im Kulturbereich oder verstehe meine Arbeit auch als Dienstleistung oder Promotor für innerkirchliche Debatten, so z.B. im Blick auf die Entwicklung von Synodalität in der Verbindung mit dem Katholikenrat.

Durch die Netzwerkarbeit möchte ich weiter dazu beitragen, den Schatz der biblischen und kirchlichen Tradition für unsere tiefensäkularisierte Gesellschaft in Sachsen-Anhalt sichtbar zu machen und die lebensfreundliche Provokation der kirchlichen Überlieferung und den weiten Horizont der Theologie für suchende Zeitgenossen zu erschließen.

Kontakt:
Katholische Akademie des Bistums Magdeburg
Dr. Reinhard Grütz, Akademiedirektor

Max-Josef-Metzger-Str. 1 • 39104 Magdeburg
0391/5961 195 • Mobil 0170/82 598 60

reinhard.gruetz@bistum-magdeburg.de 
www.katholische-akademie-magdeburg.de 

 

Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134


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