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Eine Jacke und ein Schal liegen unter Kinderbildern auf einer Umkleidebank.

WanzlebenKita St. Bonifatius muss zum 31. Juli 2026 schließen

Der landesweite Geburtenrückgang hat Auswirkungen in Wanzleben: Die Kita St. Bonifatius muss zum 31. Juli 2026 schließen. Es gibt zu wenig Anmeldungen.

Erscheinungsdatum: 9. März 2026

Mit großem Bedauern hat die Pfarrei St. Bonifatius Wanzleben beschlossen, ihre Kindertagesstätte zum Ende des Kindergartenjahres am 31. Juli 2026 zu schließen. Der entsprechende Beschluss wurde in der Sitzung des Kirchenvorstands Mitte Februar 2026 gefasst.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 hatte sich abgezeichnet, dass die landesweit rückläufigen Geburtenzahlen auch Auswirkungen auf die Einrichtung haben werden. Um dem entgegenzuwirken, wurden verschiedene konzeptionelle und bauliche Maßnahmen geprüft und teilweise veranlasst, unter anderem mit dem Ziel, die Betreuung auch für Kinder ab dem ersten Lebensjahr zu ermöglichen. Zusätzlich wurden in Abstimmung mit einzelnen Mitarbeiterinnen Wochenstunden reduziert.

Zu wenig Anmeldungen

Dennoch zeigte sich Ende 2025 und zu Beginn des Jahres 2026, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, um den starken Rückgang der Kinderzahlen auszugleichen. Derzeit besuchen 47 Kinder die Einrichtung, die eigentlich für 67 Kinder ausgelegt ist. Für August 2026 gibt es aktuell 34 Kita und Hort-Anmeldungen. Prognosen gehen von weiter sinkenden Kinderzahlen in den kommenden Jahren aus. 

Unter diesen Voraussetzungen wäre entweder eine deutliche Reduzierung des Personals notwendig – mit erheblichen Einschränkungen bei Öffnungszeiten und pädagogischem Angebot – oder der Betrieb müsste mit dauerhaft hohen finanziellen Defiziten fortgeführt werden. Beides stellt nach Einschätzung des Kirchenvorstands keine tragfähige Lösung dar.

„Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen“, betont Pfarradministrator Daniel Rudloff. „Unsere Kita war über viele Jahre ein wichtiger Ort für Kinder, Familien und Mitarbeitende. Umso mehr bedauern wir, dass wir diesen Schritt gehen müssen.“

Die Pfarrei hat das Kita-Team Anfang März informiert und begleitet die Mitarbeitenden in dieser schwierigen Situation. Zudem wurden die Eltern informiert und es wird geprüft, ob andere Einrichtungen vor Ort Kinder und Mitarbeitende übernehmen können, um den Übergang so gut wie möglich zu gestalten.

Im Bistum Magdeburg gibt es insgesamt 39 Kindertagesstätten, die von 22 Pfarreien sowie von katholischen Verbänden und Vereinen getragen werden. Etwa 400 Mitarbeitende betreuen mehr als 2.000 Kinder. Das Bistum Magdeburg bereitet derzeit die Gründung eines zentralen Kita-Zweckverbands vor. 

Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134


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