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Mitglieder der Projektgruppe zur Vorbereitung der Gründung eines Kita-Zweckverbandes im Bistum Magdeburg
Die Projektgruppe zur Gründung des Kita-Zweckverbandes im Bistum Magdeburg – v. l. n. r.: Armin Jahns und Matthias Plehn (Arbeitsstelle Kita Bistum Ma
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Bistum stellt sich neu aufKita-Landschaft im Umbruch

Die Kita-Lage in Sachsen-Anhalt (und nicht nur hier) ist – sagen wir mal so: anspruchsvoll. Dort, wo bis vor geraumer Zeit noch Andrang herrschte und in den Kindertagesstätten und Horten an Anmeldungen kein Mangel war, gehört dies aktuell der Vergangenheit an. Kein Wunder, dass das bistumseigene Caritas-Magazin „Der Mauritiusbogen“ aus Magdeburg im Herbst des vergangenen Jahres titelte: „Ab jetzt gehört Klappern zum Handwerk.“ Deshalb: Zeit für Neuaufstellungen.

Erscheinungsdatum: 20. Februar 2026

Auf dem Weg zur Gründung – Arbeitsgruppe 1 im Roncallihaus Magdeburg
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

So geht das Bistum Magdeburg einen anspruchsvollen Weg. Die Gründung eines Kita-Zweckverbandes steht auf der Agenda, wird zielstrebig vorangetrieben. Seit Monaten tüfteln Expertinnen und Experten des Bischöflichen Ordinariats – hier gibt es die „Arbeitsstelle Kita“ – und der Caritas, begleitet von Fachleuten, die bereits deutschlandweit Erfahrungen mit dem Thema sammeln konnten, an Satzungsentwürfen, Gebäudemodellen und pädagogischem Rahmenleitbild. Ihr Ziel: Die Gründung des Zweckverbandes im Jahre 2026.

„Sehr intensiv und spannend“

Auf dem Weg zur Gründung – Arbeitsgruppe 2 im Roncallihaus Magdeburg
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Dazu ist es, so der Magdeburger Generalvikar Dr. Bernhard Scholz, auch höchste Zeit: „Die Zeiten ändern sich, generell ist die Kita-Landschaft im Umbruch und deshalb müssen auch wir uns bei diesem Thema neu strukturieren. Wollen und müssen ein Dach bauen für die zahlreichen individuellen Trägerkonstruktionen vor Ort, um so sicheren Boden zu schaffen.“

Und so rauchten die Köpfe, als sich Mitte Februar im Roncalli-Haus in Magdeburg die Vertreterinnen und Vertreter von zahlreichen Kitas intensiv dem Gründungsprozess eines Zweckverbandes widmeten. Sie loteten Bedingungen aus, wollten ein gemeinsames Verständnis gewinnen, Vorbehalte ausräumen und das weitere Vorgehen in den Blick nehmen. In drei Arbeitsgruppen ging es um die mögliche Satzung, das pädagogische Leitbild und den Prozess „an sich“. Es wurde, so zahlreiche Teilnehmer, „sehr intensiv“, zuweilen sogar „spannend“.

Auf dem Weg zur Gründung – Arbeitsgruppe 3 im Roncallihaus Magdeburg
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Zudem, wie gesagt: anspruchsvoll. Die „Zeit- und Meilensteinplanung“ sieht das Jahr 2026 als entscheidend an, in den nächsten Monaten sollte es klappen. Doch bei aller Dynamik: „Strukturveränderungen sind auch Kulturveränderungen“, dies weiß die Projektgruppe, die sich zur Gründung des Zweckverbandes gebildet hat. Deshalb wird viel dafür getan, dass sich Vertrauen aufbauen kann, wird auf die zahlreichen „heterogenen Lösungen“ vor Ort, mit Vereinen, Verbänden, Pfarreien, GmbHs und anderen Konstruktionen, Rücksicht genommen und findet in verschiedenen Arbeitsformaten eine Antwort.

„Unterschiedlichkeit aushalten, Zusammenhalt pflegen“

Karte mit den Kindereinrichtungen im Bistum Magdeburg
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Das zu beschließende Regelwerk, u. a. mit „Struktur- und Systemvertrag“, mit Zusatz- und Übertragungsvereinbarungen, hat es in sich. Dazu kommen Wirtschaftspläne, Finanzierungsfragen und Bilanzen. Da wundert es nicht, dass bei dem Treffen in Magdeburg „noch einiges offen blieb“, wie es ein Teilnehmer am Rande formulierte. Kitas, die der Verbandsgründung noch skeptisch oder auch zurückhaltend gegenüberstehen, zeigten sich dennoch offen für das weitere Vorgehen, wissen um das Ziel, „solidarisch unterwegs zu sein“. Und wollen zugleich wissen: Was gehört demnächst zu den zentralen Dienstleistungen, was bleibt dezentral?

Für all diese Themen wird es schon bald die nächste Gelegenheit zum Gespräch geben. Noch im Frühjahr 2026 steht eine nächste Veranstaltung an, die sich sehr konkret der Vorbereitung der Versammlung zur Gründung des Zweckverbandes widmen soll. „Beschlussfassungen vor Ort“, beispielsweise durch Kirchen- und Vereinsvorstände, folgen. All das flankiert durch detaillierte Informationspakete, transparent und nachvollziehbar. Am Ende steht ein Ziel, in einer der Arbeitsgruppen so auf den Punkt gebracht: „Die Unterschiedlichkeit aushalten, den inneren Zusammenhalt pflegen.“

Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134


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