map_simpleBistumskarte
Menschen halten Ölkrüge in einer Kirche
Die pastoral Arbeitenden nehmen die geweihten Öle nach der Messe mit in die Pfarreien des Bistums - für Taufe, Firmung oder Krankensalbung.
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Ölweih-Messe & „Dies pastoralis“Predigt: Aufruf zu gelebtem Glauben

Es ist der Pastoraltag im Bistum – der „Dies pastoralis“, in dessen Messe die Heiligen Öle für das kommende Jahr geweiht werden. Bischof Feige rief in seiner Predigt dazu auf, Hoffnung und Gottvertrauen glaubwürdig zu vertreten – in Wort und Tat.

Erscheinungsdatum: 31. März 2026

In der Ölweih-Messe am 31. März 2026 in St. Sebastian, Magdeburg, hat Bischof Gerhard Feige dazu aufgerufen, angesichts globaler Krisen, gesellschaftlicher Spannungen und wachsender Unsicherheit, „stets bereit“ zu sein und Rechenschaft über die Hoffnung abzulegen. In seiner Predigt ging er auf den ersten Petrusbrief ein: Gläubige sollen nicht nur hoffen, sondern ihre Hoffnung auch glaubwürdig vertreten.

Bischof Feige segnet Öle
Bischof Feige weihte die Heiligen Öle für Taufe, Krankensalbung und Firmung. Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

Der Bischof zeichnete zunächst ein Bild der Gegenwart: Viele Menschen würden mit Skepsis auf politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen blicken. Auch innerhalb der Kirche würden Sorgen über die Zukunft und die Rolle religiöser Gemeinschaften wachsen. Er verglich die Situation mit den Jüngern im Sturm auf dem See: „Wir teilen mit den Jüngern das Gefühl, nicht auf einem robusten Dampfer unterwegs zu sein, der mühelos über das aufgewühlte Wasser fährt, sondern sehen uns eher in einer zerbrechlichen Nussschale auf hoher See.“ Gerade in solchen Zeiten stelle sich die Frage nach der Quelle der Hoffnung besonders dringlich.

Diaspora als Bewährung

Der Bischof betonte, dass Christen in einer säkularen Umgebung häufig als Minderheit leben und darauf unterschiedlich reagieren. Einige passten sich an und verlören ihr Profil, andere zögen sich in Abgrenzung zurück. Beide Wege seien problematisch. Stattdessen liege die Chance darin, den Glauben bewusster, reifer und verantwortlicher zu leben. Der Glaube müsse sich in der Diaspora bewähren und könne dadurch an Tiefe gewinnen.

Im Zentrum der Predigt stand die These, dass Hoffnung aus dem Glauben erwächst. Dieser Glaube sei jedoch nicht bloß Wissen oder das Auswendiglernen von Lehrsätzen. Entscheidend sei die persönliche Beziehung zu Jesus als Mitte des christlichen Glaubens. Eine einfache, gelebte Glaubenshaltung könne oft tragfähiger sein als umfangreiches theologisches Wissen. Hoffnung entstehe aus dem Vertrauen, dass Gottes Liebe selbst in Krisen trage und über den Tod hinausreiche.

Weihe der Heiligen Öle

Christinnen und Christen seien eingeladen, andere zu begleiten, zu trösten und zu ermutigen. Symbolisch stünden dafür auch die geweihten Öle, die als Zeichen der Stärkung und der Nähe Gottes verstanden würden. Damit bezog sich der Bischof auf die Weihe der Heiligen Öle. Der "Dies pastoralis" ist im Bistum Magdeburg traditionell mit der Ölweih-Messe verbunden. Hier werden die drei Öle für Firmung und Weihen (Chrisam-Öl), Krankensalbung (Kranken-Öl) und Vorbereitung auf die Taufe (Katechumenen-Öl) vom Bischof geweiht und dann in die Pfarreien mitgenommen.

Eine Nonne spricht am Ambo
Schwester Francesca Šimuniová, Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Venio, die in München und Prag beheimatet ist. Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

„Heilige Öle“ sind Salböle, die in der katholischen Kirche bei verschiedenen Weihehandlungen benötigt werden. Sie werden verwendet bei Bischofs- und Priesterweihen sowie der Weihe von Altären und Kirchen. Auch im Rahmen von Taufe und Firmung kommen die Öle zum Einsatz. Gleiches gilt für die Krankensalbung. Meist handelt es sich um Pflanzen- oder Olivenöl mit beigefügten Duftstoffen.

Vortrag: Suche Frieden und jage ihm nach

Nach der Messe hörten die pastoral Mitarbeitenden einen Vortrag von Schwester Francesca Šimuniová, Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Venio, die in München und Prag beheimatet ist. Schwester Francesca sprach über das biblische Wort „Suche Frieden und jage ihm nach“ als Leitmotiv für ein konkretes, alltagsnahes Friedensverständnis. Anhand der Regel des heiligen Benedikt werde deutlich: Frieden entstehe nicht von selbst, sondern müsse in Gemeinschaft eingeübt werden – durch Geduld, Vergebung und gegenseitige Rücksichtnahme.

Ihre zentrale Botschaft: Frieden beginnt im eigenen Leben. Wer im Kleinen Verantwortung übernimmt und solidarisch handelt, trägt dazu bei, dass Frieden trotz globaler Konflikte konkret erfahrbar wird.

Die Predigt von Bischof Feige als PDF

Die Predigt von Bischof Feige als Video

Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134

Krüge auf einem Tisch
Gottesdienst in einer Kirche
Gottesdienst in einer Kirche
Gottesdienst in einer Kirche
Gottesdienst in einer Kirche
Gottesdienst in einer Kirche
Männerchor in St. Sebastian beim Gesang
EIne Frau spricht am Ambo
Ein Mann spricht am Ambo
Geistliche in der Kirchenbank
Eine Frau spricht am Mikrofon
Bischof Feige segnet Öle

Themen und Partnerportale