
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg
Osterpredigt des BischofsGute Nachrichten statt Resignation
Trotz Krisen und negativer Schlagzeilen ruft Bischof Feige in seiner Osterpredigt zu einer neuen, tiefen Zuversicht auf. Er lenkt den Blick auf positive Entwicklungen weltweit und auf die leisen Zeichen des Guten im Alltag. Die Botschaft von Ostern ermutige, Hoffnung bewusst wahrzunehmen und dem Leben zu vertrauen, das stärker ist als jede Form der Hoffnungslosigkeit.
Erscheinungsdatum: 5. April 2026
Bischof Dr. Gerhard Feige hat in seiner Predigt am Ostersonntag, dem 5. April 2026, der verbreiteten Hoffnungslosigkeit eine tiefe, begründete Zuversicht entgegengestellt. In der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg sprach er über die Beobachtung, dass Menschen negative Nachrichten stärker wahrnähmen als positive. Durch soziale Medien und sensationsorientierte Berichterstattung entstehe leicht der Eindruck, die Welt befinde sich ausschließlich in Krisen. Dies könne Mut und Engagement lähmen.
Der Bischof betonte, dass dieses Bild unvollständig sei: Es gebe viele gute Entwicklungen – steigende Lebenserwartung, bessere Gesundheitsversorgung, mehr Bildung, sinkende Kindersterblichkeit sowie Zugang zu sauberem Wasser und Energie. „Und dann gibt es ja auch noch viel Gutes im Kleinen, in unserem persönlichen Umfeld, in den Städten und Orten, an denen wir leben, oder im Rahmen unserer Kirchen. Menschen engagieren sich für- und miteinander und bewegen gemeinsam etwas zum Wohle vieler. Indem wir aber unerfreuliche Nachrichten stärker beachten als erfreuliche, fällt es uns schwer, darauf zu vertrauen, dass sich die Welt und unser Leben auch wohltuend verändern kann“, so der Bischof.
Die Osterbotschaft versteht Bischof Feige als Gegenbewegung zu dieser negativen Wahrnehmung. Wie die Jünger zunächst unsicher vor dem leeren Grab stehen, falle es auch heute schwer, Hoffnung zu erkennen. Doch gerade in dieser Spannung entfalte Ostern seine Kraft: Es lade dazu ein, dem Leben zu vertrauen, selbst wenn Probleme blieben. Der Blick werde geweitet – nicht weg von der Realität, sondern hin zu einer Perspektive, die Hoffnung ermögliche.
Das Gute sehen
Der Bischof ruft dazu auf, bewusst die „kleinen Osterereignisse“ des Alltags wahrzunehmen: das Erwachen der Natur, Versöhnung nach Konflikten, helfende Hände in schwierigen Situationen, Sorge um Einsame und Kranke oder selbstloses Engagement für andere. Diese unscheinbaren Zeichen sind Ausdruck dafür, dass Leben wächst und Hoffnung konkret erfahrbar wird.
Ostern bedeute nicht, alles schönzureden oder zu verkitschen: „Das Fest der Auferstehung lädt uns aber dazu ein, aufmerksamer die Momente wahrzunehmen, die unseren Blick auf die positiven Seiten des Lebens wenden - in diesen Tagen und darüber hinaus.“ Dazu gehöre selbstverständlich auch „die unbändige Hoffnung auf die Erlösung und Vollendung eines jeden Menschen in Gottes Herrlichkeit“. Sie verleihe den Menschen die Kraft, sich allen Fehlschlägen zum Trotz nicht fallen zu lassen, sondern durchzuhalten und sich weiterhin für eine bessere Welt einzusetzen. „Anders ausgedrückt könnte man auch sagen: Wer ein Wohin und Wozu hat, verkraftet auch fast jedes Wie", erklärte Feige.
Musikalische Bereicherung
Der Gottesdienst wurde musikalisch bereichert durch den Kathedralchor St. Sebastian sowie Solisten und Instrumentalisten des Orchesters der Magdeburgischen Philharmonie. Auch Solisten des Magdeburger Opernchores sangen mit, unter der Leitung von Kantor Dr. Christoph Ilgner und Kathedralmusiker Matthias Mück, der auch die Orgel spielte.
Die Predigt von Bischof Feige als PDF
Die Predigt von Bischof Feige im Video
Sermon for Easter Sunday 2026 in English (KI generiert)
Quelle: kna; Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134






























