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Totenfeier und BeerdigungRequiem für Altbischof Leo am 25. April
Erscheinungsdatum: 16. April 2026
Mit einem feierlichen Requiem in der Kathedrale St. Sebastian nimmt das Bistum Magdeburg am Samstag, dem 25. April 2026, Abschied von dem verstorbenen Bischof em. Leo Nowak. Die Totenmesse beginnt um 10:30 Uhr. Im Anschluss wird der Verstorbene im kleinen Kreis auf dem Kapitelsfriedhof im Innenhof der Kathedrale beigesetzt. Priester und Diakone sind eingeladen, das Requiem in Chorkleidung mitzufeiern. Sollte der Platz in der Kathedrale nicht ausreichen, wird es einen Raum im benachbarten Roncallihaus geben, in den der Livestream auf Leinwand übertragen wird.
Vorbereitungen beginnen am Vortag
Bereits am Freitag, dem 24. April, setzt das Bistum sichtbare Zeichen der Trauer und des Gedenkens: Der Sarg des Altbischofs trifft an diesem Tag in der Kathedrale St. Sebastian ein. Von 16 bis 22 Uhr haben Gläubige Gelegenheit, persönlich am geschlossenen Sarg Abschied zu nehmen. Um 18 Uhr wird in der Kathedrale die Kapitelvesper als Totengebet gefeiert.
Im gesamten Bistum sollen am Freitag, dem 24. April, ab 15:50 Uhr für 15 Minuten die Glocken läuten, wenn der Sarg in die Kathedrale gebracht wird. Dieses gemeinsame Läuten verbindet die Gemeinden im Gebet und erinnert an den Verstorbenen. Darüber hinaus sind Pfarreien und kirchliche Einrichtungen eingeladen, bis zum Begräbnis eigene Gebetszeiten oder Gottesdienste zu feiern. Auch Rosenkranzgebete in Kirchen, Kapellen oder privaten Häusern sind möglich. Wo umsetzbar, ist bis zum Requiem an kirchlichen Gebäuden Trauerbeflaggung angebracht.
Liturgischer Rahmen des Requiems
Die Beerdigung eines katholischen Bischofs folgt traditionell dem „Ordo Exsequiarum“, dem kirchlichen Begräbnisritus. Im Zentrum steht das feierliche Requiem, das von der österlichen Hoffnung auf Auferstehung geprägt ist. Zu Beginn wird der Sarg in die Kathedrale geleitet und mit Weihwasser besprengt – ein Zeichen der Erinnerung an die Taufe. Während der Eucharistiefeier wird besonders der Glaube an das ewige Leben betont.
Am Ende der Messe erfolgt die „Letzte Empfehlung“. Dabei wird der Sarg erneut mit Weihwasser besprengt und mit Weihrauch inzensiert. Anschließend folgt die Prozession zur Grabstätte. Auf dem Kapitelsfriedhof wird der Verstorbene unter Gebeten und Schriftlesungen beigesetzt. Traditionell wird der Bischof in Gewändern bestattet, als Zeichen seines bischöflichen Dienstes. In den Sarg wird das sogenannte Rogitum gelegt, eine Urkunde, die neben wichtigen Daten des Lebenslaufes auch besondere Ereignisse seiner Bischöflichen Amtszeit würdigt und von Bischof Feige und den Domkapitularen unterzeichnet wird. Während der Aufbahrung und im Requiem wird der Sarg mit dem Evangelienbuch und der bischöflichen Mitra geschmückt. Neben dem Sarg wird Bischof Leos Hirtenstab stehen.
Gebet der Gemeinden bis zur Beisetzung
In den Tagen vor der Beisetzung sind die Gemeinden eingeladen, besonders für den Verstorbenen zu beten. An Werktagen kann die „Messe für einen verstorbenen Diözesanbischof“ gefeiert werden, ergänzt um entsprechende Einschübe im Hochgebet. Ebenso sind Totenvespern, Litaneien für die Verstorbenen oder Wort-Gottes-Feiern möglich.
Wegen der österlichen Festzeit sind am Sonntag keine eigenen Messformulare für Verstorbene vorgesehen. Stattdessen wird der dritte Ostersonntag gefeiert; im Fürbittgebet kann jedoch des Altbischofs gedacht werden.
Das Requiem und die anschließende Beisetzung bilden den liturgischen Höhepunkt des Abschieds. Das Bistum Magdeburg gedenkt seines Altbischofs in Dankbarkeit für seinen Dienst und im Vertrauen auf die österliche Hoffnung.
Weiterführende Links:
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134



