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Hoffnung sichtbar gemacht

Kirchen gingen in Wittenberg einen Pilgerweg der Versöhnung

Mehr als 200 Christen verschiedenster Bekenntnisse haben am Mittwoch in Wittenberg ein Zeichen der Versöhnung gesetzt. Am Ursprungsort der Lutherischen Reformation erinnerten sie an die belastende Vergangenheit der vergangenen 500 Jahre. Und sie bezeugten die besondere Verantwortung der Kirchen am Ursprungsort der lutherischen Reformation für ein weiteres Aufeinanderzugehen sowie für ein wachsendes Miteinander.

Von der evangelischen Schlosskirche, von den Türen, an die Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen haben soll, zog die Versammlung auf einen „ökumenischen Pilgerweg der Versöhnung“ durch die Stadt hin zur katholischen Marienkirche und weiter zur evangelischen Stadtkirche. Unterwegs bekannten die Christen: „Wir sind zurückgeblieben hinter der frohen Botschaft des Evangeliums. Die Glaubwürdigkeit unseres Zeugnisses hat durch unsere Zertrennung gelitten.“

Indem zugefügte Verletzungen, die durch Worte, Bilder und Taten erfolgt sind, ausgesprochen wurden, konnte im Verlauf der Feier eine Einheit im Glauben sichtbar werden, die Christen aus allen Kirchen bestärken soll, gemeinsam das Jahr 2017 zu begehen.

Zu dieser Feier eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Sachsen-Anhalt. Sieben Bischöfe und leitende Geistliche sowie weitere Teilnehmer aus zehn Kirchen der ACK – insgesamt 21 Liturgen auch über Sachsen-Anhalt hinaus – nahmen teil.

Mit dem „ökumenischen Pilgerweg der Versöhnung“ griff die ACK die Anregung des Vorsitzenden der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige, auf – „Im Blick auf das 500-jährige Reformationsgedenken 2017 könnte es sicher entkrampfend sein, wenn vorher noch so etwas wie ein Versöhnungsprozess in Gang käme, der sich den tragischen Folgen der evangelisch-katholischen Trennung und Entfremdung stellt, gewissermaßen eine ‚Reinigung des Gedächtnisses‘ bzw. ‚Heilung der Erinnerungen‘“– hatte er schon vor Jahren vorgeschlagen. | ack-sachsenanhalt.de

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