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Zeichen der Versöhnung setzen

Leitende Geistliche ermuntern zu Versöhnung zwischen den Konfessionen

Zu einem Zeichen der Versöhnung zwischen den Konfessionen haben die leitenden Geistlichen der großen Kirchen in Sachsen-Anhalt und Thüringen ihre Gemeinden aufgerufen. In einem zum Pfingstfest veröffentlichten gemeinsamen Brief laden Bischof Gerhard Feige, die mitteldeutsche Landesbischöfin Ilse Junkermann und Kirchenpräsident Joachim Liebig von der Evangelischen Landeskirche Anhalts die Kirchengemeinden ein, sich auf einen „Pilgerweg der Versöhnung“ zu begeben.

Mit Blick auf das 500. Reformationsgedenken 2017 regen die drei Geistlichen an, sich in den Gemeinden in Gesprächsrunden über „gegenseitige Verletzungen“ auszutauschen. „Wir haben uns die Scherben vor Augen gestellt, die wir Christen durch entwürdigende Bilder von den 'Andersgläubigen' entworfen haben, durch verächtliche Worte und nicht zuletzt durch vernichtende Taten. Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum und -gedenken haben wir diese Last bewusst am Kreuz Christi abgelegt. So hatten wir die Hände frei, um einander die Hände zum Friedens- und Versöhnungsgruß zu reichen“, heißt es in dem Schreiben an die katholischen und evangelischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Bereits Mitte November 2015 hatten die Kirchen mit einem „Versöhnungsakt“ in Wittenberg an die belastende Vergangenheit aus 500 Jahren erinnert. Die Idee ging auf eine Anregung des Magdeburger Bischofs Gerhard Feige zurück. Er hatte mit Blick auf das Reformationsgedenken 2017 für einen „Versöhnungsprozess“ plädiert, der „sich den tragischen Folgen der evangelisch-katholischen Trennung und Entfremdung stellt“. | kna

  • Pfingstbrief im Wortlaut: Download
  • Liturgiebeispiel für den Weg der Versöhnung: Download

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