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Erinnern an die Toten

Gedenkfeier mit Magdeburger Totenbuch

„Denke an mich und lösche meinen Namen nicht aus!“ Unter diesem Leitwort gestalten Jugendliche der Magdeburger Pfarrei St. Augustinus am Sonntag, 23. April, eine Gedenkfeier für Verstorbene ihrer Heimatstadt. Die Feier ist Teil ihrer Vorbereitung auf den Empfang des Firmsakramentes.

Das Totengedenken findet in der Magdalenenkapelle an der Universitätskirche St. Petri in der Neustädter Straße statt. Seit neun Jahren liegt dort ein Totenbuch aus. Trauernde Angehörige können dort die Namen ihrer Verstorbenen eintragen. Angeregt hatte das Totenbuch seinerzeit eine Gruppe katholischer und evangelischer Christen.

In der Trauer, so ihre Intention, könne das Buch helfen, die persönliche Betroffenheit noch einmal anders auszudrücken und den Verstorbenen auf andere Weise in Erinnerung halten oder bringen. Die Kapelle ist, seit dort das Magdeburger Totenbuch ausliegt, zu einem Ort des Erinnerns, des Abschiednehmens und des Trauerns geworden. Angesichts zunehmender anonymer Bestattungen haben viele Menschen keinen anderen Ort mehr, wohin sie mit ihrer Trauer gehen können.

Um die Erinnerung zu erhalten, werden zweimal im Jahr diese Namen aus dem Totenbuch öffentlich verlesen. Bei der Gedenkfeier am 23. April lesen die Jugendlichen die Namen der ins Totenbuch Eingetragenen vor. Auf diese Weise blicken auch sie mit dem Tod in gewisser Weise ins Angesicht und lassen sich zugleich auf die christliche Hoffnung der Auferstehung der Toten ein, wie die Christen sie gerade in diesen Tagen der Osterzeit weltweit bekennen und feiern.

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