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Rissige Oberfläche eines Baumstamms aus der ein grüner Spross treibt, links daneben eine Sprechblase mit dem Bibelvers aus Jesaja 43,19: "Seht her, ich mache etwas Neues. Schon wird es sichtbar, merkt ihr es nicht?"

"Kirche der Zukunft"Fonds zur Förderung neuer pastoraler Ideen

In Zeiten rückläufiger Ressourcen und Mitgliederzahlen möchte das Bistum Magdeburg die Menschen in ihren Gemeinden und Gruppen bei der Umsetzung innovativer pastoraler Ideen und Projekte begleiten und finanziell unterstützen. Dafür wurde im Rahmen des Haushaltssicherungsprozesses beschlossen, einen jährlichen Förderbetrag zur Entwicklung vielfältiger Ansätze einer "Kirche der Zukunft" zu investieren. Hier finden Sie alle relevanten Informationen und Querverweise sowie den Link zum Antragsformular.

Friederike
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg

"Ecclesia semper reformanda."

Manchmal scheint es, als sei vieles in der Kirche aus alten Zeiten und weit weg von unserer Realität. Zugleich finden wir unter ihrem Dach Beständigkeit und Halt in Zeiten rasanten Wandels. Bei all dem gilt: "Kirche muss sich immer wieder erneuern."

An vielen Orten sind wir auf dem Weg. Dabei brauchen gerade die zunächst oft unscheinbaren Aufbrüche unseren wachen Blick und unser Engagement. So wie der Prophet Jesaja schreibt: "Seht her, ich mache etwas Neues. Schon wird es sichtbar, merkt ihr es nicht?"

Genau diesen Blick und dieses Engagement möchte der Fonds „Kirche der Zukunft“ unterstützen und damit die Pfarreien, Verbände und Einrichtungen im Bistum Magdeburg zu Räumen für Aufbrüche machen. Er lädt Sie zum Entwickeln und Ausprobieren ganz neuer Ideen für Kirche ein und unterstützt Sie dabei sowohl fachlich als auch finanziell.

Dann könnten Sie es sein, die anderen zurufen: "Seht, im Bistum Magdeburg machen wir etwas Neues…"

Dr. Friederike Maier
Leiterin Fachbereich Pastoral in Kirche und Gesellschaft

Faltblatt "Zukunftsfonds" zum Herunterladen


Neue Möglichkeiten schaffen

Mit Beginn des Jahres 2026 haben sich finanzielle Zuwendungen für Immobilien und pastorale Angebote im Bistum Magdeburg verändert (Beschlüsse des Haushaltssicherungsprozesses). Nicht alles wird so fortgesetzt werden können, wie es bisher war. Die Frage danach, welche lokalen oder regionalen Angebote zukünftig lebendig gehalten und wie diese finanziert werden können, braucht den Blick in das konkrete Umfeld von Kirche und braucht den Mut, sich von manchen Dingen zu verabschieden. Die Trennung von Vertrautem fällt schwer. Damit die aktuelle Entwicklung nicht nur Verlust und Kürzungen mit sich bringt, möchte das Bistum Magdeburg mit einem Fonds Möglichkeiten schaffen, um Formen für eine „Kirche der Zukunft“ in unserer Gesellschaft zu finden und auszuprobieren.

Eine junge Frau, die mit dem Rücken zur Kamera vor einer grauen Betonwand steht, auf der ein Grafitti mit neun unterschiedlich großen, gelb gefärbten Glühlampen mit Drähten zu sehen ist. Sie zeigt mit dem rechten Zeigefinger auf die größte von diesen.
Bildrechte / Quelle: Canva


Die Idee eines pastoralen Fonds

Schon mit den „Zukunftsbildern 2019“ hat das Bistum Magdeburg eine Entwicklung in seinen Pfarreien, Verbänden und Einrichtungen angestoßen, die nach pastoralen Wegen sucht, um als Kirche unter sich verändernden Bedingungen in die Zukunft zu gehen. Als schöpferische Minderheit setzen Engagierte in verschiedenen Lebensräumen von Menschen den Auftrag des Evangeliums um und werden so zu Gottes Zeugen im Hier und Jetzt. Neue Ideen brauchen Ermutigung und (auch finanzielle) Ermöglichung. Der Fonds zur Förderung innovativer pastoraler Ideen möchte im Bistum Magdeburg dieses Engagement unterstützen.  Die entwickelten Projekte wollen Experimente und Lernfelder sein, in denen alle Beteiligten Ungewohntes wagen.


Orientierung an den Zukunftsbildern

Als Anregung und zur Orientierung beim Entwickeln Ihrer neuen pastoralen Ideen empfehlen wir einen Blick auf die Zukunftsbilder für das Bistum Magdeburg und auf die folgenden Stichpunkte:

  • Ihre Idee nimmt Menschen im Umfeld von Kirche wahr und beteiligt sie in der Planung oder Durchführung.
  • Ihre Idee bietet Raum für die Vielfalt von Kulturen und Lebensformen.
  • Ihre Idee sucht andere Orte für kirchliches Engagement.
  • Ihre Idee entwickelt neue liturgische Formen.
  • Im Kontakt mit den erreichten Menschen verwirklichen Sie Formen diakonischer Zuwendung.
  • Sie nutzen die Charismen von bisher Unbeteiligten.
  • Für Ihre Idee suchen Sie Partner in der Gesellschaft.

Zudem können Sie sich von unseren Ideen für hoffnungsstiftende und ermutigende Aktionen und die bei den Regionalkonferenzen 2025 vorgestellten Hoffnungsinitiativen aus den Pastoralregionen inspirieren lassen.


Nutzerinnen des Fonds

  • Pfarreien oder Pastoralregionen mit ihren Gruppen,
  • Ordensgemeinschaften und geistliche Zentren,
  • Katholische Verbände im Bistum,
  • Dienste und Einrichtungen der Caritas im Bistum,
  • Träger von kirchlichen Projekten, Diensten und Einrichtungen

Jede Antragstellerin sucht die Kooperation mit einem anderen Partner im Bistum oder im gesellschaftlichen Umfeld.

In einer Hand liegt eine Glaskugel, welche die im Hintergrund liegende maritime Landschaft kopfüber darstellt.
Bildrechte / Quelle: Canva


Projekte entwickeln

Für die Beantragung reicht eine kurze Skizze Ihres Vorhabens. Gern dürfen Sie noch unfertige Konzepte einreichen. Es wäre sehr hilfreich, wenn es in jeder Pastoralregion eine Person gibt, die lokale Bedarfe oder Potentiale im Blick hat und daraus Ideen anregen oder Projekte entwickeln helfen kann. Referenten des Fachbereichs Pastoral können zusätzlich angefragt werden, um aus ersten Ideen mit Ihnen ein Projekt zu entwickeln. Den Bedarf für eine solche fachliche Begleitung bitte im Formular mitteilen.

Im Antragsformular benennen Sie nur:

  • Antragsteller, Träger & Arbeitstitel
  • Inhalte & Ziele der neuen Idee
  • Begründung der Förderwürdigkeit
  • Mitwirkende & Kooperationspartner
  • Unterstützungsbedarf
  • Gesamtkosten & benötigter Zuschuss


Laufzeit und Höhe der Förderung

Die Förderung eines Projekts kann maximal 5.000 € betragen und gilt für die Laufzeit von einem Jahr. Eine einmalige Verlängerung der Förderung ist möglich. Die Anträge werden quartalsweise bearbeitet und bewilligte Förderungen zeitnah ausgezahlt. Die erste Auszahlung ist ab dem 1. April 2026 möglich.


Ehrentag 2026

Das Bistum wird im Rahmen des ersten bundesweiten "Ehrentags“ am 23. Mai 2026 (Jubiläum 77 Jahre Grundgesetz) diesen Fonds einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen. Vielleicht nutzen Sie das Datum auch als Projektstart für Ihre neue pastorale Idee. Die Pressestelle des Bistums wird Sie dabei gern unterstützen.

Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134


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