
200 Jahre katholische Gemeinde in AscherslebenMan ist so alt, wie man sich fühlt
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2026
von Martin Pickel
Lange schon lief die Planung für die große Feier. Schließlich wird man nicht alle Nase lang 200 Jahre. So fand sich ein Team zusammen, das über mehrere Monate
geplant hat, Pläne wieder vom Tisch räumte, neue Ideentüten aufmachte und am Ende ganz spontan dieses letzte Juniwochenende zu einem wirklich schönen Fest
werden ließ, für all diejenigen, die sich trotz der Wärme haben einladen lassen. Den Einstieg in die Feier-Tage wagten wir mit einem Blick in die Vergangenheit. Dazu
nahm uns am Samstagabend unser Bistumsarchivar Daniel Lorek auf eine Zeitreise mit in die Geschichte und die Entwicklung unseres Bistums und dann auch ganz
konkret der Ascherslebener Gemeinde und Pfarrei. Erstaunt kam anschließend eine Besucherin und sagte: „Ich wohne also in dem Haus, in dem die ersten katholischen Gottesdienste hier in Aschersleben stattgefunden haben. Wie toll ist das denn?“
Den Sonntag begannen wir mit einem Dankgottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kirche am Markt. Bischof Dr. Gerhard Feige hatte sich zu uns auf den Weg gemacht und
gab uns sehr persönliche Gedanken und Wünsche mit auf den Weg. Auch Vertreter und Vertreterinnen aus der Ökumene und von kommunalen Partnern, wie
der Ascherslebener Kulturanstalt feierten mit uns. Gäste aus der Pastoralregion waren gekommen und wir alle waren in diesem Gottesdienst von unserem
Kirchenchor fasziniert, der von Sängern und Sängerinnen aus Quedlinburg unterstützt wurde. Bei verschiedenen Stücken aus der „Missa Festiva“ von Hubert
Zaindl war Gänsehaut vorprogrammiert.
Die anschließende Feier auf dem Pfarrhof ließ die Gesichter alle strahlen, die sich auf den Weg gemacht hatten. Die Bäume spendeten den nötigen Schatten, die
Getränke waren mehr als ausreichend und das lebendige Miteinander in dieser Zeit halfen schnell, die Wärme zu vergessen. Der Ascherslebener Carnevals-Club (ACC Union), dessen Geschichte eng mit der katholischen Gemeinde verbunden ist, hatte ein eigenes Programm für diesen Geburtstag im Gepäck. Die Kindergarde tanzte und der Männerchor ließ seine Stimmen mit herzlicher Freude und viel Spaß erklingen.
Bischof Feige nahm sich auf dem Pfarrhof für die Menschen Zeit, die das ein oder andere Wort mit ihm wechseln wollten. Ob im persönlichen Gespräch oder in
größerer Runde am Tisch bei einer Erbsensuppe und Bockwurst. Dieses Dasein haben viele unserer Gäste als sehr wohltuend und anerkennend empfunden. So
sagte einer der Helfer mit strahlenden Augen: „Der Bischof hat sich ganz normal bei mir angestellt und hat sich die Zeit genommen, mit seiner Suppe in der Hand noch
mit mir zu reden.“
Den Abschluss unseres Festes bildete ein Konzert der Band „Black Eye“ in der Heilig-Kreuz-Kirche. Zu dieser Band gehören auch Gemeindemitglieder, die sich
ohne Zögern bereit erklärt hatten, diese Geburtstagsfeier mitzugestalten. So erklangen besinnliche Lieder, wie „Sag mir, wo die Blumen sind“ und „Loch Lomond“,
aber auch Partysongs wie „Country Roads“ und Irish Folk Songs.
Wir dürfen dankbar auf diese Tage schauen. Dankbar als Erstes gegenüber all jenen, die geholfen haben, dass unser Fest so viele Menschen hat strahlen lassen. Mit
Dank im Herzen auch allen, die einfach dort mit angepackt haben, wo es gerade nötig war. Wir sagen auch Danke dem Bonifatiuswerk Paderborn, das uns finanziell
unterstützt hat und uns so Möglichkeiten eröffnete, die wir sonst vermutlich nie angepackt hätten. Wir sind dankbar, dass wir als Gemeinschaft – als Kirche mit den
Menschen hier leben und wirken dürfen – im Vertrauen, dass Gott es letztlich ist, der unseren Weg begleitet, unser Leben in seinen Händen hält und dessen Versprechen auch und gerade in diesen Tagen gilt: ICH BIN DA.
Quelle: Martin Pickel, Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134
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