
Fernseh-Gottesdienst zum Pfingstmontag Bischof Feige ruft zu Wachsamkeit und Nächstenliebe auf
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2026
Klare Worte gegen Desinformation und gesellschaftlichen Egoismus: Beim Fernseh-Gottesdienst zum Pfingstmontag rief Bischof Gerhard Feige dazu auf, Fake News mit christlicher Solidarität zu begegnen und mutig für die Wahrheit einzutreten.
Schon im 16. Jahrhundert, zur Zeit der Bauernkriege, dichteten die Menschen Lieder darüber, dass die Wahrheit „höhnisch auch verlacht“ und die Lüge „gar fein geschmückt“ werde. An genau dieses alte geistliche Lied knüpfte der Bischof in seiner Predigt beim feierlichen Fernseh-Gottesdienst an, um den Blick direkt auf die Wunden der Gegenwart zu lenken.
Der Bischof fand dabei deutliche Worte für die digitalen und gesellschaftlichen Krisen unserer Tage. Gezielte Falschmeldungen, Desinformationskampagnen und Verschwörungsideologien seien längst keine Randphänomene mehr. Ihr Ziel sei es, bewusst Misstrauen zu säen, Polarisierungen voranzutreiben und letztlich die freiheitliche Demokratie zu schwächen. Mit großer Sorge blickte er auf rhetorische Verdrehungen, die Ursachen, Täter und Opfer systematisch vertauschen.
Der Bischof verwies auf das Johannesevangelium und das Jesus-Wort: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Für Christen, so legte er dar, sei die Wahrheit keine starre Theorie, kein abstraktes Konzept und erst recht kein Eigentum. Sie sei eine lebendige Person, zu der man eine Beziehung aufbaut. Die Kirche verstehe sich daher nicht als Eigentümerin, sondern als Hüterin dieser Wahrheit, die immer wieder auf das Evangelium verweisen muss. Wahrer Glaube zeige sich in Empathie, Zusammenhalt und der Bereitschaft, geschwisterlich zu teilen.
Pfingstmontag 2026: Katholischer Gottesdienst aus Memleben | MDR.DE
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134




