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Ein Mann steht mit einem Korb neben zwei Frauen

Caritas dankt Bischof Feige„Was ist die Welt ohne Freunde?“

Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2026

von Stefan Zowislo

„Wir sagen: Herzlichen Dank, lieber Bischof Dr. Gerhard Feige“ – so die Caritas-Überschrift für eine Einladung, die nun an einem freundlichen Herbst-Donnerstag zu einer Fülle von Begegnungen führte. Ort des Geschehens: die Harz-Stadt Halberstadt.

Hier ist die Caritas stark vertreten, an ihrem Sitz auf der Franziskanerstraße finden sich zahlreiche Beratungsangebote, nicht weit entfernt ist die Kita St. Josef zu finden, dazu die gleichnamige Integrativ-Einrichtung, vor den Toren der Stadt liegt die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber, wo die Caritas seit Jahrzehnten an der Seite von Menschen ist, die neu in Deutschland sind. Über die Kreisstadt hinaus geschaut, fällt der Blick auf das Frauen- und Kinderschutzhaus oder auch das Caritasheim St. Pia am Fuße des Huy. Halberstadt, der Landkreis Harz – sie atmen Caritas.

Somit ein guter Ort für das angesprochene „Danke sagen“, für das Kreieren von Austausch und Gesprächsfäden, die nicht alltäglich sind. Mittendrin: Viele Caritäterinnen und Caritäter, kundige Gäste, Gemeindemitglieder, Kita-Kinder – und: Bischof Dr. Gerhard Feige. Im November geht er in den Ruhestand, das ist mehr als ein Anlass, für die vielen Jahre der Zusammenarbeit, Begleitung und Unterstützung Danke zu sagen. So nun geschehen in Halberstadt.

Im wunderbaren Chorgestühl der Pfarrkirche St. Andreas begannen die „Halberstädter Stunden“ mit einer Dankandacht. Domkapitular Dr. Thomas Thorak – er ist zudem Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg – machte den Anfang, sorgte für die Einstimmung, gab Erinnerungen Platz und beschrieb die Kraft der Caritas. Winfried Runge, Pfarrer in Halberstadt, machte deutlich, wie wichtig es sei, „dass Gemeinde und Caritas beieinanderbleiben – im Praktischen wie im Geistlichen.“ Und Diakon Matthias Marcinkowski – bei der Caritas im Bistum Magdeburg Beauftragter für die Seelsorge – hatte ein Liedheft erstellt, dass neben den Gesangsstrophen einen kleinen Bilderreigen enthielt, getreu dem Motto „Bischof meets Caritas“.

Anschließend, im nahen Pfarrsaal, Kaffee und Brötchen, eine Art „zweites Frühstück“, mit Kita-Kinder-Live-Musik, ersten Abschiedsgeschenken, dem einen oder anderen Wiedersehen nach längerer Zeit (was die Erinnerungen beflügelt). Derart gestärkt ging es für viele Gäste über den Domplatz zum Gleimhaus, Halberstadts Museum der deutschen Aufklärung, wo Direktorin Dr. Ute Pott, gemeinsam mit Stadtratspräsident Dr. Volker Bürger, begrüßte, sodann beschwingt durch die Ausstellung führte (sie enthält eine der größten bürgerlichen Privatbibliotheken des 18. Jahrhunderts) und den Besucherinnen und Besuchern eine Frage mit auf den Weg gab: „Was ist die Welt ohne Freunde?“.

Zurück zum Franziskanerkloster, zum, wie die Leiterin der Caritas in Halberstadt, Cathleen Brand, selbstbewusst sagte: „Caritas-Campus“, gab’s in der Wärmestube eine kleine Suppenauswahl (wie meint der Niederrheiner Hanns Dieter Hüsch: „Manchmal holt sich der Mensch die ganze fehlende Wärme von einer Suppe“), kredenzt von Nancy Kubacki und ihrem bewährten Team. Freundschaftliches Wohlgefühl!

Nun Platz für Debatte: Zurück im Pfarrsaal diskutierten Andreas Steppuhn, Vorsitzender der Tafel Deutschland und viele Jahre Mitglied von Bundestag und sachsen-anhaltischem Landtag (für die SPD), Frauke Weiß, einst, für die CDU, Landtagskollegin, jetzt als Stadtverordnete in Halberstadt unermüdliche Kämpferin für die Anliegen der Wärmestube, und Monika Schwenke, Leiterin der Abteilung Soziale Arbeit beim Caritasverband für das Bistum Magdeburg, über das „Tafel-Geschehen“, ob bundesweit, in Sachsen-Anhalt oder „vor Ort“. Es wurde grundsätzlich, hintergründig und hier und da auch ein wenig zugespitzt. Einigkeit bei dem Petitum für ein offensiv-gestaltende Sozialpolitik, sie sei in vielerlei Hinsicht nötiger denn je. Offene Aussprache eben (womit nun wiederum Hölderlin ins Spiel kommt: „Komm! ins Offene, Freund!“).
Der abschließende Dank an alle Mitwirkenden und an Bischof Dr. Gerhard Feige für sein Kommen nach Halberstadt, für das Miteinander und die Gemeinschaft – dazu ergriffen, kurz vorm Kuchen-Finale, Verena Müller, Geschäftsführerin der Caritas-Sozialverbund gGmbH, und Dr. Thomas Thorak das Wort: „Es war uns eine große Freude.“

Quelle: Caritas, Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134

Drei Personen sitzen nebeneinander
Eine kleine Gruppe Menschen singt
drei Personen haben einen Präsentkorb
Eine Frau und ein älterer Mann
Eine Gruppe Menschen im Museum
Zwei Priester

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