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Rote Rosen

Feier der LebenswendeÜber 850 Jugendliche haben gefeiert

Erscheinungsdatum: 13. Juli 2026

von Daniel Richter

Eine Feier, die verbindet: Lebenswende gewinnt weiter an Bedeutung

Als am 6. Juni die ersten Jugendlichen in die St.-Nicolai-Kirche in Oschersleben einzogen, war die Aufregung spürbar. Unter dem Motto „Wachsen und Werden“ feierten 17 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Familien den Übergang von der Kindheit in die Jugend. Es wurde gelacht, nachgedacht und gefeiert – und bei manchem persönlichen Moment blieb auch das ein oder andere Auge nicht trocken. Für Oschersleben war es die erste Feier der Lebenswende überhaupt. Für das Bistum Magdeburg ist sie ein weiteres Zeichen dafür, dass das ökumenische Angebot immer weitere Kreise zieht.

Volle Kirche
Bildrechte / Quelle: Rudolf Wernicke

Mehr als 850 Jugendliche haben in diesem Jahr im Bistum Magdeburg ihre Lebenswende gefeiert – an sechs verschiedenen Standorten. Den größten Anteil stellte erneut Halle mit 677 Teilnehmenden. Weitere Feiern fanden in Magdeburg (80), Dessau-Roßlau (29), Köthen (29), Querfurt (19) und eben erstmals auch in Oschersleben (17) statt.

Dass die Feier der Lebenswende nun auch in Oschersleben angeboten wurde, geht auf das Engagement einer Mutter zurück. Sie hatte die Feier in Magdeburg miterlebt und war von dem Konzept so überzeugt, dass sie die Idee an das Gymnasium Oschersleben herantrug. Dort fand sie bei drei Lehrkräften offene Ohren. Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Oschersleben und mit Unterstützung des Bistums Magdeburg wurde innerhalb weniger Monate eine eigene Feier vorbereitet.

Die Entwicklung in Oschersleben steht beispielhaft für eine Bewegung, die über das Bistum Magdeburg hinaus Wirkung entfaltet. Das ökumenische Netzwerk Feier der Lebenswende besteht weiterhin und unterstützt Gemeinden und Verantwortliche dabei, Erfahrungen auszutauschen und neue Standorte aufzubauen. So wurde die Feier in diesem Jahr auch wieder in Berlin mit 16 Jugendlichen durchgeführt. In Hannover fand sie bereits zum zweiten Mal in ökumenischer Zusammenarbeit statt; dort nahmen vier Jugendliche an der Feier teil.

Die Begeisterung der Familien bestätigte den Einsatz aller Beteiligten. Eine Mutter fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Es war wirklich eine tolle Veranstaltung, immer wieder empfehlenswert für die Eltern sowie auch für die Jugendlichen selbst. Es war eine Würdigung und ein neuer Schritt ins Erwachsenwerden. Das wurde einfach an dem Tag zelebriert. Es war einfach super.“

Kerzen auf einem Tisch und Kuscheltiere in einer offenen Kiste
Bildrechte / Quelle: Melanie Stamm

Auch in Magdeburg ist ein wichtiger Schritt gelungen: Seit dem 1. Januar 2026 wird die Feier der Lebenswende dort in ökumenischer Verantwortung getragen. Katholische und evangelische Kirche gestalten das Angebot künftig gemeinsam und möchten es schrittweise für die gesamte Landeshauptstadt öffnen. Bislang wird die Feier an zwei Schulen angeboten. Langfristig sollen jedoch weitere Schulen und Jugendliche erreicht werden, damit noch mehr Familien die Möglichkeit erhalten, diesen besonderen Übergang bewusst und gemeinschaftlich zu feiern.

„Es ist schön zu sehen, dass es im Bistum immer neue Orte gibt, wo die Feier der Lebenswende nachgefragt und dann auch angeboten und umgesetzt wird. Das zeigt, dass auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort eingegangen wird“, sagt Daniel Richter, Projektverantwortlicher für die Feier der Lebenswende in Halle und Ansprechpartner im Bistum Magdeburg.

Die Feier der Lebenswende ist ein offenes Angebot für Jugendliche der 8. Klassen. Die katholische Kirche – vielerorts gemeinsam mit der evangelischen Kirche – bietet jungen Menschen Raum für Begegnung, Gespräche und persönliche Auseinandersetzung mit den Veränderungen dieser Lebensphase. Den Abschluss bildet eine festliche Feier, in der der Übergang von der Kindheit in die Jugend bewusst gewürdigt wird. Damit ist die Feier der Lebenswende eine sinnstiftende Alternative zur Jugendweihe beziehungsweise Jugendfeier.

Mit dem Abschluss der Saison 2026 richtet sich der Blick bereits nach vorn. Das Interesse wächst, neue Orte kommen hinzu und immer mehr Menschen engagieren sich für das Format. Wer selbst eine Feier der Lebenswende mitgestalten oder an einem neuen Ort etablieren möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen. Interessierte können sich per E-Mail an kontakt@lebenswendefeier.de wenden. 

Quelle: Daniel Richter; Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134


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