
Bildrechte / Quelle: Bistum Magdeburg
Mechthild von Magdeburg „Mechthild-Codex“ kommt ins Kulturhistorische Museum
Erscheinungsdatum: 16. September 2026
Nach rund 800 Jahren kehrt das Werk der Magdeburger Mystikerin Mechthild von Magdeburg (1207–1282/94) in besonderer Form in ihre Heimatstadt zurück. Ein Nachdruck des sogenannten „Mechthild-Codex“ wird am Mittwoch, dem 23. September 2026, im Kulturhistorischen Museum Magdeburg offiziell übergeben. Bischof Dr. Gerhard Feige überreicht das Exemplar an Dr. Gabriele Köster, Direktorin der Magdeburger Museen. Der Codex soll künftig im Kulturhistorischen Museum aufbewahrt werden.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Kulturhistorisches Museum Magdeburg und widmet sich der Geschichte und Bedeutung des Codex sowie dem Wirken Mechthilds von Magdeburg. Die Mechthild-Forscherin Prof.in Dr.in Hildegund Keul von der Universität Würzburg hält eine Hommage an die Geschichte des Mechthild-Codex.
Mechthild von Magdeburg gilt als eine bedeutende Vertreterin der mittelalterlichen Mystik. Um 1250 verfasste sie ihr Hauptwerk „Das fließende Licht der Gottheit“, in dem sie Visionen, Gebete, Meditationen und Lehrreden festhielt. Mechthild schloss sich der Armutsbewegung der Beginen an und verbrachte ihre letzten Lebensjahre im Kloster Helfta. Ihr Werk verbindet die Geschichte Magdeburgs mit der europäischen und internationalen Geistesgeschichte und gibt zugleich Einblick in die religiösen Erfahrungen und die Lebenswelt einer Frau des 13. Jahrhunderts.
Abschrift aus einem Schweizer Kloster
Das Originalmanuskript von Mechthilds Werk ist heute verschollen. Eine Abschrift aus den 1340er Jahren befindet sich in der Bibliothek des Benediktinerklosters Einsiedeln in der Schweiz. Sie gilt als das älteste bekannte erhaltene Exemplar des Werkes. Auf Initiative von Frauen aus dem katholischen Bistum Magdeburg und mit Unterstützung der Benediktinerinnen des Klosters Au in der Schweiz wurden vier Nachdrucke des Codex angefertigt.
Eines dieser Exemplare wurde beim diesjährigen Frauenfest des Bistums Magdeburg als Dauerleihgabe an das Kloster Helfta übergeben. Ein weiteres Exemplar erhielt Bischof Dr. Gerhard Feige. Dieses wird nun dem Kulturhistorischen Museum Magdeburg übergeben und damit dauerhaft in der Stadt verankert, in der Mechthild von Magdeburg einen wichtigen Teil ihres Lebens verbrachte.
Die Veranstaltung am 23. September 2026 wird musikalisch von Marlene Holzwarth (Mezzosopran), Alexandra Mikheeva (Posaune) und Fynn Liess (Virginal) gestaltet und ist eine Kooperation des Kulturhistorischen Museums Magdeburg, der Katholischen Akademie des Bistums Magdeburg und des kfd-Diözesanverbands Magdeburg.
Anmeldung: info@katholische-akademie-magdeburg.de
Weiterführende Links:
Quelle: Bistum Magdeburg, Pressestelle, presse@bistum-magdeburg.de, 0391-5961134




